Arzneimittelpolitik

Auch ab 2011 gilt: Kassen zahlen alle Innovationen

BERLIN (HL). Das Arzneimittelmarktneuordnungs-Gesetz (AMNOG) hat so manchen Arzt offenbar verunsichert. Sie haben Zweifel, ob neu auf den Markt kommende Arzneimittel noch auf Kassenrezept verordnet werden können. Tatsache ist: Auch ab 2011 ist jede Innovation vom Start an eine Kassenleistung.

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Fazit der Experten - das AMNOG hat einen Teil der Ärzte verunsichert: Professor Bertram Häussler (li.), Cornelia Yzer und Dr. Jürgen Bausch bei der Telefonaktion der "Ärzte Zeitung" in Berlin.

Fazit der Experten - das AMNOG hat einen Teil der Ärzte verunsichert: Professor Bertram Häussler (li.), Cornelia Yzer und Dr. Jürgen Bausch bei der Telefonaktion der "Ärzte Zeitung" in Berlin.

© Mandy Heindke

Bei Vertragsärzten herrschen Verunsicherung und auch Verärgerung darüber, dass sich an der Bürokratie, Reglementierung und am Regressrisiko für Vertragsärzte durch das AMNOG fast nichts ändert.

Das war die wohl wichtigste Erkenntnis aus der Telefonaktion, die die "Ärzte Zeitung" gemeinsam mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) organisiert hat.

Die wichtigste Botschaft, die sich aus den Fragen anrufender Ärzte ergibt: Arzneimittel, die ab dem 1. Januar 2011 neu auf den Markt kommen, sind wie bislang eine Kassenleistung.

Manche Ärzte meinten, sie müssten erst die Nutzenbewertung und die Festlegung eines Erstattungshöchstbetrages abwarten. Das ist, so die einhellige Auskunft der Experten Cornelia Yzer vom vfa, Dr. Jürgen Bausch und Professor Bertram Häussler vom IGES-Institut, eindeutig nicht der Fall.

Die frühe Nutzenbewertung wird auch nicht dazu führen, dass neue Arzneimittel als Kassenleistung vollständig gestrichen werden. Wenig Hoffnung machten die Experten auf Entbürokratisierung. Jürgen Bausch: Dokumentation bleibt wichtig, um im Regressfall gewappnet zu sein.

Lesen Sie dazu auch: AMNOG: "Die Drohung mit dem Regress besteht weiter"

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