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Auf dem Weg in eine Welt ohne KV

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Yes, we can: Die Verbände rufen - und 10 000 Ärzte und Praxismitarbeiter haben am Mittwoch die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart gefüllt. Das Mobilisierungspotenzial der Praxisinhaber im Südwesten ist so hoch wie sonst nirgendwo. Dass sie den Kampagnen-Slogan von US-Präsident Barack Obama übernehmen, macht deutlich: Im Musterländle weht der Wind der Veränderung.

Tatsächlich sind Ärzte vermutlich in keiner anderen KV-Region so weit von ihrer KV entfremdet wie in Baden-Württemberg. Das ist kein Zufall. Da gibt es zum einen eine funktionierende Allianz großer Ärzte-Verbände, die Verträge aushandeln und umsetzen können. Zum anderen liegt mit dem AOK-Hausarztvertrag ein Pilotabkommen vor, das mehr Honorar bei weniger Bürokratie für die Praxen generiert. Zudem ist auch der erste AOK-Vertrag mit den Fachärzten in Vorbereitung.

Vor diesem Hintergrund bietet die KV für das Gros der Niedergelassenen im Südwesten keine Zukunftsperspektive mehr. Die Landesregierung muss bei all dem zuschauen, das Heft des Handelns liegt in Berlin. Doch KBV und Gesundheitsministerium werden die regionale Verteilung der Honorare gewiss nicht antasten. Daher machen sich Ärzte im Südwesten jetzt in eine neue Welt ohne KV auf.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte im Südwesten proben Aufstand Ärzte im Südwesten forcieren den Abschied von der KV

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