Deutscher Pflegetag

Autonomie für die Pflege - von der EU lernen?

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Deutschland ist bei der Pflege ein Entwicklungsland, kritisiert der Deutsche Pflegerat. Was kann man sich von anderen EU-Staaten abgucken? Dieser Frage geht der Deutsche Pflegetag Ende Januar in Berlin nach.

Die Pflegefachkraft hat eine eigene Sprechstunde? Sie verschreibt Medikamente und versorgt die Patienten eigenständig? Das ist in Deutschland immer noch undenkbar - in Skandinavien, in den Niederlanden oder England dagegen durchaus üblich.

"In der Euro-Politik spielt Deutschland eine Vorreiterrolle, in Sachen Pflege dagegen ist es immer noch Entwicklungsland", kritisiert Franz Wagner, Vize-Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR).

Inwieweit andere europäische Länder für die deutsche Pflegepolitik Vorbild sein können, werden Experten auf dem Deutschen Pflegetag diskutieren, der erstmalig vom 23. bis zum 25. Januar 2014 in Berlin stattfindet.

"Auch wenn die Gesundheitssysteme in der EU sehr unterschiedlich sind: Die Aufgaben der Pflegenden sind meistens klarer beschrieben und sie haben einen höheren Grad an Autonomie", so Wagner weiter.

"Eine akademische Ausbildung und eine Pflegekammer sind zum Beispiel in Finnland, Dänemark oder Großbritannien eine Selbstverständlichkeit." Hinsichtlich Ausbildungsstand und Arbeitsbelastung belegt Deutschland im europäischen Vergleich den letzten Platz, wie eine aktuelle Studie belegt.

Die Weiterentwicklung der Pflege unter einer neuen Bundesregierung wird im Zentrum des ersten Kongresstages stehen. In den folgenden beiden Tagen geht es um Themen wie die (neue) Rolle der Stationsleitung, Skill Mix, Modellprojekte auf dem Land oder Patientensicherheit.

Der DPR organisiert den Deutschen Pflegetag zusammen mit Springer Medizin, AOK-Bundesverband, GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB). (an)

Weitere Informationen: Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5510, andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de

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