Direkt zum Inhaltsbereich

BÄK-Initiative zur Organspende

BERLIN (HL). Die Bundesärztekammer plädiert dafür, dass eine Erklärung zur Spende von Organen und Geweben regelmäßig bei den Bürgern nachgefragt wird. Dazu hat die Kammer nun Vorschläge für eine konkrete Umsetzung in einem "Modell einer Selbstbestimmungslösung zur Einwilligung in die Organ- und Gewebespende" erarbeitet.

Veröffentlicht:

Der Hintergrund: 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden; aber nur 17 Prozent haben diese Bereitschaft in einem Organspendeausweis dokumentiert.

Nun sollen Kassen, private Krankenversicherer und Meldebehörden regelmäßig um eine Erklärung zur Organspende nachsuchen. Zur Erklärung kann der Organspendeausweis genutzt werden, perspektivisch auch die Elektronische Gesundheitskarte.

Dabei können auch Einschränkungen erklärt werden. Die Entscheidung über die Organspende kann auch einer anderen (Vertrauens-)Person übertragen werden.

Abfrage der Spendebereitschaft reiche nicht

Montgomery begrüßte, dass die Politik viele der bereits beim letzten Ärztetag in Kiel diskutierten Vorschläge für eine Neuregelung der Organspende aufgegriffen hat.

Die regelmäßige Abfrage der Spendebereitschaft reiche allein nicht. "Wir müssen die Bevölkerung viel intensiver als heute über die Möglichkeiten der Organspende informieren", forderte Montgomery.

BÄK will Organ- und Gewebespende in Schulunterricht einführen

So sollen nach dem Modell der Bundesärztekammer die Kultusminister einen verpflichtenden Lehrplan zur Organ- und Gewebespende im Schulunterricht einführen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll dafür bundeseinheitliche Informationsmaterialien erstellen.

Notwendig sei auch die Schulung von Ärzten: für Hausärzte etwa ein Fortbildungsmodul, wie sie mit ihren Patienten über deren Organ- und Gewebespendebereitschaft sprechen können.

Das Modell kann abgerufen werden unter www.bundesaerztekammer.de

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Organspende

245 Abgeordnete nehmen neuen Anlauf für die Widerspruchsregelung

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Wenn Schweigen Leben kostet

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pflichten, Abrechnung und Angehörigenwünsche

Worauf es bei der ärztlichen Leichenschau ankommt

Lesetipps
Eine Frau fasst sich mit den Händen an den Kopf.

© Graphicroyalty / stock.adobe.com

Mentale Gesundheit gestärkt

Mit einem Fünf-Tages-Programm gegen chronischen Kopfschmerz

Ein Kind trinkt einen exotischen Drink mit einem Strohhalm aus der ausgehöhlten Frucht.

© Natallia / stock.adobe.com

Exotisches Streetfood

Reisediarrhö: „Durchgegart“ muss nicht viel heißen