Berufspolitik

Barmer-Hausarztvertrag hat den Dialog mit Apothekern forciert

KÖLN (iss). Durch den Hausarztvertrag der Barmer hat sich an vielen Stellen ein Austausch zwischen Hausarzt und Apotheker etabliert. Wenn es konkrete Fragen zur Versorgung der Patienten gibt, suchen die beiden Berufsstände inzwischen öfter das direkte Gespräch.

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"Früher gab es zwischen beiden Seiten häufig Konkurrenz und Sprachlosigkeit, das hat sich gebessert", sagt der Aachener Allgemeinmediziner Rainer Kötzle, der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands. Die gemeinsame Vertragssituation wirke sich positiv aus, das Verhältnis sei entspannter geworden. "Der Vertrag hat den Dialog gefördert", sagt Kötzle.

Ein zentrales Element des Hausarztvertrags ist die Rückkoppelung vom Apotheker zum Hausarzt, wenn der Apotheker bei den Verordnungen eines Versicherten auf Wechselwirkungen zwischen mehreren Medikamenten stößt. Das hat sich offensichtlich gut eingespielt: Im vergangenen Jahr haben die Apotheker nach Angaben der Barmer etwa 39 000 solcher Gespräche dokumentiert. Die Rücksprache erfolgt mit Einverständnis der Patienten - die Inhalte erfährt die Kasse nicht.

"Es ist zu einem Zusammenwirken im Sinne des Patienten gekommen", begrüßt Birgit Fischer, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, die Entwicklung. Früher habe es zwischen den beiden Berufsständen quasi zwei getrennte Welten gegeben, nun komme es dagegen überall dort zur Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern, wo es die bessere Versorgung der Patienten erfordert.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte und Apotheker kommen sich mit Barmer-Vertrag näher

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