Versorgung vor Ort

Bayern und NRW pochen auf Länderhoheit

Veröffentlicht:

KÖLN. Bayern und Nordrhein-Westfalen machen sich gemeinsam für mehr Föderalismus im Gesundheitswesen und gegen weitere Zentralisierungstendenzen stark.

„Versorgung findet bei den Menschen vor Ort statt – und nicht am grünen Tisch in Berlin“, sagte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) anlässlich einer gemeinsamen Tagung der beiden Kabinette in München. „Deshalb muss es mehr Spielräume für die Vertragspartner vor Ort geben.“

Die beiden Länder sind sich einig darin, dass die regionale Gliederung der landesunmittelbaren Ortskrankenkassen erhalten werden sollte. „Deren bundesweite Öffnung würde zu negativen Folgen für die Versorgung vor Ort und den flächendeckenden Service für die Versicherten führen“, betonte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Die beiden Minister fordern auch die umgehende Einführung eines Regionalfaktors in den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich der Krankenkassen.

Die von der Großen Koalition auf Bundesebene geplante Reform des Ausgleichs müsse auf jeden Fall sicherstellen, dass die Krankenkassen ihre regionalen Ausgaben mit den Zuweisungen decken können, sagte Laumann. „Denn eine andauernde Unterfinanzierung würde absehbar das bestehende Niveau der Versorgung der Versicherten in Nordrhein-Westfalen und Bayern gefährden.“ (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krankenhausreform

Klinik-Atlas soll zum Gemeinsamen Bundesausschuss umziehen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)

Gesundheitspolitik

HPV-Impfung verhindert Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann im Krankenhaus beim Essen.

© fresnel6 / stock.adobe.com

Neue S3-Leitlinie

Ernährungs-Screening bei Menschen mit Krebs sollte Routine werden

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe