Bei Rücken-Op rät die Techniker Krankenkasse zur Zweitmeinung

TK-Versicherte, die eine Klinikeinweisung für eine Rückenoperation erhalten, werden auf Wunsch noch einmal umfassend in einem Schmerzzentrum untersucht.

Veröffentlicht:

Von Ina Harloff

BERLIN/POTSDAM. Die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt ihren Versicherten, sich vor einer Rückenoperation eine professionelle Zweitmeinung einzuholen. "Patienten sollten das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abwägen", sagt Manon Austenat-Wied, stellvertretende Leiterin der TK-Landesvertretung Berlin. Häufig bleibe nicht nur der erhoffte Erfolg nach einem solchen Eingriff aus, sondern viele Patienten klagten anschließend sogar über schlimmere Schmerzen.

Die Krankenkasse hat darum jetzt ein spezielles Angebot für Betroffene eingerichtet. Diese können sich mit der Klinikeinweisung ihres behandelnden Arztes telefonisch bei der Kasse oder in einer Servicestelle melden. Die Patienten sollen dann innerhalb von zwei Tagen einen Termin in einem von bundesweit über 30 teilnehmenden Schmerzzentren erhalten. Dort sollen Schmerz-, Physio- und Psychotherapeuten die Patienten untersuchen und gegebenenfalls einen alternativen Therapievorschlag erarbeiten.

"Wichtig ist uns, dass die Experten der Schmerzklinik das Ergebnis im Anschluss auch noch einmal mit dem behandelnden Arzt besprechen", sagt der Berliner Schmerztherapeut Dr. Kai Hermanns. So sei sichergestellt, dass der Patient die bestmögliche, individuell auf ihn abgestimmte Behandlung erhalte.

Nach TK-Angaben wurden in Berlin im vergangenen Jahr jeden Tag etwa 24 und in Brandenburg 15 Menschen am Rücken operiert. Das seien in der Hauptstadt etwa zwei und in Brandenburg ein Drittel mehr als noch vor drei Jahren. Die Kasse bezieht sich auf eine Hochrechnung von Daten der Ersatzkassen.

Beratung: 0800-285 0085 (gebührenfrei) oder in einer TK-Servicestelle

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: sPGA-Ansprechen über zwei Jahre

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Psoriasis-Therapie bei Kindern und Erwachsenen

PDE-4-Hemmer: erste orale Systemtherapie für Kinder − auch bei besonderen Manifestationen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
CRP-Wert-unabhängig therapieren mit Ixekizumab

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Axiale Spondyloarthritis (axSpA)

CRP-Wert-unabhängig therapieren mit Ixekizumab

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H.
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?