Knochenmarkspende

Berlin sucht Migranten

Migranten sind bei Knochenmarkspenden benachteiligt - weil es an Spendern fehlt. Das will der Berliner Senat jetzt ändern.

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BERLIN. Migranten haben schlechtere Gesundheitschancen als Deutschstämmige. Das zeigt jedes Jahr aufs Neue der Berliner Gesundheitsbericht.

Eine konkrete Initiative zur Verbesserung der Gesundheitschancen der türkischstämmigen Bevölkerung hat Berlins Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegener gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der türkischen Gemeinde der Sehitlik-Moschee gestartet.

Sie riefen zur Typisierung für eine eventuelle Blutstammzellspende auf. Die Staatssekretärin hat sich selbst typisieren und als potenzielle Spenderin von Blutstammzellen registrieren lassen.

Den Anlass zu der Aktion gab die Suche nach Stammzellspendern für Patienten wie die 14-jährige türkischstämmige Belma Berktas.

Sie leidet an der Fanconi-Krankheit, einer seltenen Bluterkrankung, und wird in der Berliner Uniklinik Charité behandelt. Dort wurden ihr vor zwei Monaten lebensrettende Blutstammzellen eines gesunden Spenders transplantiert.

Nun rief sie selbst zur Teilnahme an der Typisierungs-Aktion auf. Belma hatte Glück, dass ein Spender gefunden wurde, dessen Gewebemerkmale mit ihren übereinstimmen.

Das ist bei weitem nicht immer der Fall. Mit der Aktion in Berlin sollte daher vor allem für türkischstämmige Patienten die Chance erhöht werden, dass ein passender Spender registriert ist.

Bundesweit sind derzeit rund 4,7 Millionen Knochenmark- und Stammzellspender erfasst. Das Zentrale Knochenmarkspender Register Deutschlands (ZKRD) ist das zweitgrößte Register seiner Art weltweit. (ami)

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