Direkt zum Inhaltsbereich

Falscher Kammerbeitrag

Betrüger zocken Pariser Ärzte ab

Hunderte Ärzte in Frankreichs Hauptstadt glaubten, die jährlichen 300 Euro für ihren Kammerbeitrag zu bezahlen - bis eine Augenärztin stutzig wurde.

Denis Durand de BousingenVon Denis Durand de Bousingen Veröffentlicht:

PARIS. Hunderte Ärzte in Paris sind Opfer von Betrügern geworden. Wie jedes Jahr bekommen derzeit alle Ärzte ihre Rechnung für den Kammerbeitrag mit der Post.

Diesmal waren aber findige Trickser schneller als die Kammerfunktionäre: Sie haben falsche Rechnungen an rund 4000 Pariser Ärzte geschickt und einige Hundert von ihnen haben trotz geänderter Adresse und Kontonummer bezahlt, berichteten französische Medien. Die Ärztekammer besteht nun trotzdem darauf, ihren Beitrag zu bekommen.

Entdeckt wurde der Trick durch eine Augenärztin. Sie fand einen Schreibfehler in ihrer Rechnung und war erstaunt über die verkürzte Zahlungsfrist - statt wie bisher zum 31. März sollte bis 31. Januar bezahlt werden.

Daraufhin rief sie die Kammer an und erfuhr, dass die echten Rechnungen noch gar nicht geschickt worden seien.

Eine Festnahme

Die meisten Ärzte hatten aber diese geänderten Details nicht bemerkt. So konnten die Diebe täglich Briefe in dem von ihnen dafür gemieteten Postfach abholen. Dabei wurde kürzlich eine junge Frau festgenommen, ihre Komplizen konnten aber fliehen.

Ob Ärzte, die 300 Euro an die "falsche Kammer" bezahlt haben, ihr Geld zurück erhalten werden, ist derzeit unsicher. Unabhängig davon ist der reguläre Kammerbeitrag fällig, der 2014 um fünf Euro erhöht worden ist.

Doch Ärzte sind nicht die einzigen, die derzeit mit Störenfrieden zu kämpfen haben. Anfang Januar sind die Webseiten des französischen Gesundheitsministeriums und regionaler Gesundheitsbehörden gehackt worden.

 Stundenlang waren dort Gesichter von Kriegern aus der Zeit des Algerienkriegs zu sehen, bis die Seiten wieder hergestellt werden konnten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

© HL

Herbstsymposium der Paul-Martini-Stiftung

Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Corona-Pandemie

Lockdowns: Ein hoher Preis für den Nachwuchs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen