Spitzenverband ZNS

"Bewegung und Sport werden vernachlässigt"

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KÖLN. Sowohl bei der Therapie als auch der Prävention von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems sollte die Bewegung eine größere Rolle spielen. Darauf macht der Vorsitzende des Spitzenverbands ZNS Dr. Frank Bergmann aufmerksam.

"Wir müssen unser Denken neu ausrichten", sagte Bergmann anlässlich des Neurologen- und Psychiatertags 2014 in Köln. Angesichts der nachgewiesenen therapeutischen Effekte von körperlicher Aktivität und Sport sollten Nervenärzte, Neurologen und Psychiater diese Option immer im Blick haben. "Wir müssen die Patienten dazu bringen, sich zu bewegen." Gerade niedrigschwellige Angebote wie der Rehabilitations-Sport seien von Bedeutung.

Auch in der Prävention von ZNS-Erkrankungen werde das Thema Bewegung und Sport bislang vernachlässigt, räumte Bergmann ein. "Das Nervensystem nimmt auch bei Gesunden Schaden, die sich nicht bewegen."

Auf dem Neurologen- und Psychiatertag sei deutlich geworden, dass ein weiteres Thema größerer Aufmerksamkeit bedarf: die Fatigue. "Die Fatigue ist ein Kern-Symptom von neurologischen und psychiatrischen Krankheiten", betonte er. Bei Patienten mit Multipler Sklerose sei die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Fatigue größer als durch Lähmungen oder Blasenschwäche. Dem müssten Fachärzte Rechnung tragen.

Die Bedeutung der Fatigue werde nach wie vor häufig unterschätzt. "Fatigue ist ein Symptom, bei dem wir hellhörig werden sollten", forderte Bergmann. (iss)

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