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Bewertungsportale als Chance sehen!

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Offene Türen bei ihren Versicherten hat die AOK Rheinland/Hamburg mit der Befragung zur Zufriedenheit mit der stationären Versorgung eingerannt. Fast 40 Prozent füllten einen Fragebogen der Kasse aus, auf dem sie ihre Klinikaufenthalte bewerten konnten.

Der hohe Rücklauf zeigt, dass viele Patienten bereit sind, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen - nicht zuletzt, weil sie wissen, dass solche subjektiven Kriterien bei der Auswahl eines Krankenhauses eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Die Kasse veröffentlicht die Ergebnisse der einzelnen Häuser im AOK-Gesundheitsnavigator zusammen mit den objektiven Daten aus der Qualitätssicherung. Das ist richtig und wichtig, denn ohne den entscheidenden Aspekt der medizinischen Versorgungsqualität könnte leicht ein verzerrtes Bild entstehen.

Die Kliniken sollten offensiv mit dieser neuen Form der Transparenz umgehen, schlecht schneidet in der Bewertung der Patienten keine ab. Das Rad zurückdrehen können sie ohnehin nicht, ebenso wenig wie die Pflegeheime, die jetzt öffentlich benotet werden. Sowohl die Krankenhäuser als auch die Heime sollten die Chancen nutzen, die in solchen Bewertungen liegen: Die Einrichtungen erhalten viele Hinweise, wo sie ihre Arbeit verbessern können.

Lesen Sie dazu auch: Bessere Bewertungen für kleine Kliniken

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