AOK Nordost

Bio-Schraube nach Fraktur macht Op unnötig

Versicherte der AOK Nordost sollen von neuer Kooperation mit dem Unfallkrankenhaus Berlin profitieren.

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BERLIN. Zugang zu einer innovativen Versorgung von Knochenbrüchen an der Hand erhalten Versicherte der AOK Nordost im Rahmen einer Kooperation ihrer Kasse mit dem Gesundheitszentrum am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb).

Bei Verletzungen des Handwurzelknochens (sogenannten Skaphoid-Frakturen) werden dort künftig selbstauflösende Bio-Schrauben aus Magnesium verwendet. Diese Verletzungen treten vor allem bei Skateboardern, Snowboardern und Bikern auf.

"Die Vorteile liegen auf der Hand: Magnesiumschrauben sind metallisch stabil, lösen sich im menschlichen Körper komplett auf und müssen später nicht wieder entfernt werden. Das erspart dem Patienten eine zweite Operation, wodurch sich wiederum Infektions- und Narkoserisiko minimieren", sagt Professor Andreas Eisenschenk, Chefarzt der ukb-Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie.

Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost weist auf die finanziellen Vorteile hin: "Auch finanziell profitieren so versorgte Versicherte und ihre Arbeitgeber. Denn mit dem Wegfall der Operation zur Materialentfernung entfällt auch das wiederholte Fehlen am Arbeitsplatz, das mit Verdienst- und Leistungsausfall einhergehen kann", so Möhlmann.

Je nach Schraubengröße brauchen die Bio-Schrauben bis zu drei Jahre, um sich aufzulösen. "Dabei bauen sich die Implantate über verschiedene Zwischenstufen zu körpereigenem Knochengewebe um", sagt Professor Martin H. Kirschner, Medizinischer Vorstand der Syntellix AG, die die Bio-Schrauben entwickelt hat.

Die Schrauben bestehen zu mehr als 90 Prozent aus Magnesium. Zur Stabilisierung sind weitere Komponenten in Spuren beigefügt. Die Bio-Schrauben werden seit knapp drei Jahren eingesetzt. Ihr Anwendungsgebiet sind bislang vor allem orthopädische Korrekturen und Brüche von Fuß- und Handknochen. (ami)

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