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Krankenhauspolitik

Brandbrief der Wissenschaftsminister an Spahn: Mehr Geld für Unikliniken

Die 16 Wissenschaftsminister der Länder dringen auf mehr Geld für die Unikliniken – auch rückwirkend. Asklepios dagegen warnt vor der Bevorzugung großer Krankenhäuser.

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Hamburg. Die Wissenschaftsminister der Länder fordern vom Bund mehr Geld für die Behandlung von Corona-Patienten in Universitätskliniken und anderen großen Krankenhäusern. Die im November wieder eingeführten Pauschalen zum Ausgleich für den Wegfall anderer Behandlungen reichten nicht aus, schrieben die 16 Minister in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Weitere Maßnahmen, um kurzfristig die Zahlungsfähigkeit zu sichern, seien dringend notwendig.

Außerdem sollte ein Ausgleich für coronabedingte Erlösausfälle im laufenden Jahr bereits jetzt gesetzlich verankert werden, hieß es. „Die Kliniken brauchen eine stärkere, auch rückwirkende finanzielle Unterstützung“, erklärte die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Freitag.

Wichtige Rolle der Unikliniken in der Pandemie

Die Universitätskliniken und Maximalversorger spielten gegenwärtig eine besondere Rolle, hieß es in dem Brief weiter. „Sie übernehmen in vielen Regionen nicht nur einen substanziellen Anteil in der Versorgung von COVID-19-Patientinnen und Patienten, sondern üben zudem eine Steuerungsfunktion aus, betreiben klinische Forschung und stellen ihre fachliche Expertise zur Verfügung.“

Der Hamburger Klinikkonzern Asklepios warnte davor, die großen Krankenhäuser weiter zu bevorzugen. Zwar würden auch die großen Häuser des Konzerns als Maximalversorger von den geforderten Geldern profitieren, sagte ein Unternehmenssprecher. Kleinere Krankenhäuser auf dem Land sowie Reha-Kliniken litten aber schon jetzt viel stärker unter der Verschiebung anderer Behandlungen und Operationen. (dpa)

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