Direkt zum Inhaltsbereich

Brandenburg: Notdienst-Praxis mausert sich

Seit Anfang des Jahres ergänzt eine Praxis in Potsdam den Bereitschaftsdienst. In dem Modellprojekt sieht die AOK eine Blaupause für weitere Praxen.

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:
Das Plakat wirbt für den Bereitschaftsdienst in Potsdam. Bis zu 120 Patienten nehmen den Dienst in Anspruch.

Das Plakat wirbt für den Bereitschaftsdienst in Potsdam. Bis zu 120 Patienten nehmen den Dienst in Anspruch.

© KVBB

POTSDAM (ami). Rund 100 bis 120 Besucher pro Woche verzeichnet die Bereitschaftsdienstpraxis der Arbeitsgemeinschaft IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) von Kassenärztlicher Vereinigung Brandenburg (KVBB) und AOK Nordost und Barmer GEK.

Die Bereitschaftsdienstpraxis ist als Modellprojekt Anfang Januar am Potsdamer St. Josef Krankenhaus an den Start gegangen. Die normalen fahrenden Dienste sind vorübergehend noch weiter wie gehabt gelaufen.

"Wir ergänzen damit den ärztlichen Bereitschaftsdienst in seiner jetzigen Form für alle Potsdamer und Besucher der Landeshauptstadt", so Brandenburgs KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming.

Mit dieser ersten im Land Brandenburg errichteten "KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis" werde durch neue, flexible Strukturen die medizinische Versorgung in Potsdam weiter verbessert, zeigte sich Helming überzeugt.

Sehr interessant

Die Bereitschaftsdienstpraxis ist ein Versorgungsangebot der Arbeitsgemeinschaft IGiB, das von den beteiligten Krankenkassen extra finanziert wird. Das Modellprojekt ist vorerst befristet bis zum Herbst dieses Jahres.

Der Chef der AOK Nordost Frank Michalak betrachtet die Bereitschaftsdienstpraxis als "Blaupause" für ähnliche Modelle - vorausgesetzt, es schließt die neunmonatige Probezeit erfolgreich ab.

Die Bereitschaftsdienstpraxis ist wochentags von 17 bis 20 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Rettungsstelle des St. Josef Krankenhauses.

Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Professor Eckart Frantz erwartet, dass die Praxis die Rettungsstelle von der Behandlung von Patienten mit leichteren Erkrankungen entlastet. Er bezeichnete das Projekt als "sehr interessant".

Ob die Rettungsstelle tatsächlich entlastet wird, ist noch offen. Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass die Inanspruchnahme der Bereitschaftsdienstpraxis am Wochenende stärker ist als wochentags. Etwa zwei Drittel der Patienten kommen laut KV samstags, sonn- oder feiertags.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte