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Pflege

Brandenburg fördert Pflegeschulen-Verbund

Zur Fachkräftesicherung haben sich Pflegeschulen in Brandenburg zu einem Verbund zusammengeschlossen.

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

POTSDAM. Die Fachkräftesicherung in der Pflege beschäftigt die Brandenburger Landespolitik weiterhin intensiv. Zwar ist die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums zuletzt deutlich auf 37.388 Beschäftigte gestiegen. Wenn die Zahl der Pflegebedürftigen unverändert weiter wächst, müssten in Brandenburg jedoch bis zum Jahr 2040 bei gleichen Versorgungsstrukturen insgesamt 57.880 Pflegekräfte arbeiten.

Das Land unterstützt daher die Vorbereitungen zur Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Nun haben sich die Altenpflege-, Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegeschulen im Land zum „Brandenburgischen Verbund der Pflegeschulen“ zusammengeschlossen (www.pflegeschulbund.de). Den Aufbau einer Geschäftsstelle fördert das Landesgesundheitsministerium mit 16.000 Euro aus Lotto-Mitteln.

„Mit der Reform der Pflegeausbildung bin ich hoffnungsvoll, dass die Pflegeberufe für junge Menschen attraktiver werden, da künftige Auszubildende mehr Freiheiten bei ihrer Arbeitsplatzwahl und bessere berufliche Aufstiegschancen erhalten“, so Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke).

Herausfordernde Umsetzung?

Die Umsetzung der Reform sei äußerst anspruchsvoll. „Innerhalb kürzester Zeit müssen wir zwei sehr unterschiedliche Ausbildungssysteme – im Krankenhaus sowie in der ambulanten und stationären Altenpflege – zusammenführen. Damit das erfolgreich gelingt, müssen alle Akteure an einem Strang ziehen“, so Karawanskij weiter.

Die neue Interessenvertretung der Pflegeschulen soll in diesem Prozess eine tragende Rolle übernehmen. Zu ihren Aufgaben zählt auch die Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Pflege. Bislang gehören dem Verbund 30 Pflegeschulen an.

Insgesamt gibt es in Brandenburg 20 Altenpflegeschulen mit 2500 Ausbildungsplätzen, sowie 17 Krankenpflegeschulen und drei Kinderkrankenpflegeschulen mit zusammen rund 2200 Plätzen. Von 2020 an wird die Ausbildung in den drei Berufsfeldern der Pflege zusammengeführt. Mit der Reform wird außerdem ein Pflege-Bachelor geschaffen.

Ausbildungsförderung ist zentral

Zentral für die Fachkräftesicherung ist aus Sicht des brandenburgischen Gesundheitsministeriums zudem die Ausbildungsförderung. Rund 6,2 Millionen Euro stellte das Ministerium dafür in der Altenpflege 2018 bereit.

Als weiteren kleinen, aber bedeutsamen Schritt bewertete Karawanskij, dass nun erstmals ein Tarifvertrag für die Sozialwirtschaft in Brandenburg gilt. Sie appellierte eindringlich an die privaten Arbeitgeber, sich dem Tarifvertrag anzunähern. Ohne gute Arbeitsbedingungen und adäquate Entlohnung sei das Fachkräfteproblem nicht zu bewältigen.

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