Direkt zum Inhaltsbereich

Brandenburg lehnt Idee eines neuen Spezialsektors ab

POTSDAM (ami). Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke) sieht Nachbesserungsbedarf am Referentenentwurf zum Versorgungsgesetz. Sie kritisierte, dass einige Regelungen massive Kostensteigerungen auslösen würden, ohne die Versorgung in Brandenburg zu verbessern.

Veröffentlicht:

Besonders die Regelungen zur spezialärztlichen Versorgung treffen auf die Ablehnung der Linken-Politikerin. Damit solle ein "dritter Sektor" entstehen und "die Rolle der Selbstverwaltung weiter beschnitten werden", so Tack.

"Vor allem aber gehen die vorgesehenen Regelungen zu Lasten der allgemeinen Grundversorgung und widersprechen dem ursprünglichen Ziel der Gesundheitsministerkonferenz, vor allem die hausärztliche Versorgung attraktiver zu machen", sagte die Ministerin.

Damit vertritt sie eine ähnliche Position wie die KBV. Diese hatte kritisiert, dass die spezialärztliche Versorgung aus der Gesamtvergütung finanziert werden soll.

Es fehle Regelungen zum Abbau der Überversorgung in den Großstädten

Tack vermisst aber auch Regelungen zum Abbau der Überversorgung in den Großstädten und fordert "ein wirksames Umverteilungsinstrument, das Überversorgung abbauen helfe". Ähnliche Forderungen haben die Verbände der Kassen wiederholt geäußert.

Die Brandenburger Ministerin monierte zudem, dass das Bundesgesundheitsministerium die Zustimmungspflicht der Länder im Bundesrat umgehen wolle, indem es Regelungen zur Aus- und Fortbildung der Ärzte in eine separate Verordnung auslagere.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„Massive Pensionierungswelle“

Pflegebündnis warnt: Bis zum Jahr 2030 fehlen rund 500.000 Fachkräfte

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen