Psychotherapeutische Hilfe

Brandenburg richtet Traumaambulanzen ein

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Potsdam. Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt erhalten in Brandenburg künftig unkomplizierte Hilfe: An insgesamt neun Klinik- oder Praxisstandorten gibt es mittlerweile so genannte „Traumaambulanzen“, in denen sie eine psychotherapeutische Soforthilfe in Anspruch nehmen können. Das teilte das Potsdamer Gesundheitsministerium am Samstag mit.

„Traumaambulanzen sind Erste-Hilfe-Stellen für die Seele, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). „Wer Gewalt erleben musste, einen Überfall, sexuellen Missbrauch oder häusliche Gewalt, braucht Hilfe ohne Wartezeit.“ Auch die Präsidentin des Landesamtes für Soziales und Versorgung, Liane Klocek, betonte, dass eine ortsnahe Versorgung und kurzfristige Terminvergabe für Hilfesuchende essenziell seien.

Neben Fachkliniken und Krankenhäusern würden deswegen auch ambulant tätige ärztliche und psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an dem Leistungsangebot beteiligt. (lass)

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