Direkt zum Inhaltsbereich

Briten haben Nachholbedarf in der Onkologie

LONDON (ast). Britische Onkologen verlangen von der Regierung zusätzliche Gelder aus dem Gesundheitsetat, um die onkologische Versorgung zu verbessern. Zum Vergleich: In Deutschland wird jedes Jahr etwas das Doppelte für onkologische Leistungen ausgegeben.

Veröffentlicht:

Fachleute wiesen darauf hin, dass im Königreich weniger Geld in die onkologische Versorgung fließt als in anderen europäischen Ländern. Dementsprechend hoch sei die Krebsmortalität. In Zahlen: Großbritannien gibt nach Angaben von Professor Mike Richards jährlich 76 Pfund (umgerechnet rund 110 Euro) pro Kopf für onkologische Leistungen aus. In Deutschland wird jährlich das Doppelte ausgegeben. Richards ist der vom Londoner Gesundheitsministerium ernannte "Krebs-Zar", dessen Aufgabe es ist, die onkologische Versorgung im staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) zu verbessern.

Der Onkologe wies darauf hin, dass der NHS seine Ausgaben für die onkologische Versorgung in den vergangenen zehn Jahren "deutlich erhöht" habe. Im Vergleich zu 1997 werde heute fast doppelt soviel Geld für die Onkologie ausgegeben. Die Regierungen Blair und Brown hatten eine bessere onkologische Versorgung mehrfach öffentlich zur gesundheitspolitischen Priorität erklärt.

Freilich: "Die Versorgungsangebote in Großbritannien sind nach wie vor deutlich schlechter als in vergleichbaren anderen Ländern", so Professor Richards. Das habe die Folge, dass Krebs bei den Briten "oftmals später" diagnostiziert werde als in Ländern wie Deutschland. Außerdem liege die durchschnittliche Überlebensdauer in Großbritannien nach einer Krebsdiagnose "klar unter den Werten vergleichbarer anderer Länder".

Richards verlangt deshalb von Gesundheitsminister Alan Johnston eine bessere Finanzierung. Besonderes Augenmerk müsse dabei auf den Ausbau der Früherkennung der Krankheit gelegt werden.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Lesetipps
Einsame jüngere Frau

© Photographee.eu / stock.adobe.com

DEGAM-Kongress

Einsamkeit trifft nicht nur Ältere