Direkt zum Inhaltsbereich

Wirtschaft und Corona

Bundesarbeitsminister kündigt Gesetzentwurf an

Deutschland steht in großen Teilen still. Arbeitnehmer und Unternehmen verspricht Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Unterstützung und kündigt für Montag einen Gesetzentwurf an.

Anke ThomasVon Anke Thomas Veröffentlicht:

Berlin. Um Lohnlücken, aber auch wirtschaftliche Einbußen von Unternehmen und Selbstständigen in Zeiten des Pandemie-Stillstands abzufedern, haben Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Mittwoch Lösungen versprochen. Teilweise würden diese noch diskutiert werden müssen. Auf der Tagesordnung am Donnerstag stünde auch noch die Lage der Selbstständigen, die in der Konferenz mit Reiner Hoffmann (DGB Bundesvorstand) und Ingo Kramer (BDA - Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) nicht diskutiert worden seien.

26 Milliarden Euro für Kurzarbeit

Einiges sei ja schon auf den Weg gebracht worden, erklärte Hoffmann auf der gemeinsamen Pressekonferenz. Dazu gehörte etwa der Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Dieses Instrument habe schon 2008/2009 in der Finanzkrise geholfen, Arbeitsplätze zu erhalten und Unternehmen Liquidität zu verschaffen. Allerdings, räumte Hoffmann ein, sei die Situation heute eine andere, denn heute seien Betriebe teils zu hundert Prozent betroffen und es treffe alle Branchen.

Jetzt schon könnten Unternehmen Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen, so Heil. Dafür stünden rund 26 Milliarden Euro bereit.

Damit Beschäftigte aufgrund des Kurzarbeitergeldes nicht in finanzielle Schieflagen geraten, schlug Hoffmann tarifvertragliche Vereinbarungen vor, die es bereits in einigen Branchen gebe.

Clearingstelle für arbeitsrechtliche Fragen

Um arbeitsrechtliche Fragen zu klären, die im Zusammenhang mit Corona auftreten werden, verwies Heil auf eine Clearingstelle, die das Bundesarbeitsministerium einrichten will.

Eltern, denen es aufgrund fehlender Kinderbetreuung nicht möglich ist, arbeiten zu gehen und die deshalb in eine soziale Notsituation geraten, versprach Heil finanzielle Unterstützung. Dies werde je nach Fall und gestuft erfolgen. Auf die Frage, wie dies konkret aussehen soll, vertröstete Heil die anwesenden Journalisten auf kommenden Montag, an dem ein entsprechender Gesetzesentwurf dem Bundeskabinett vorgelegt werden soll.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Das letzte Wort über die HzV ist noch nicht gesprochen

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfahrungen eines Hausarztes

40 Prozent Home-Office für Ärzte: Wie das funktionieren kann

Bewusster Verzicht

Was bringt Fasten bei Schmerz?

Lesetipps
Bus, der in Richtung Rauchfreiheit fährt.

© Thomas Reimer / stock.adobe.com

Zum Weltnichtrauchertag

Wie Sie Ihre Patienten beim Rauchstopp unterstützen können

Darstellung des Herzpflasters auf einem Herzen.

© Universitätsmedizin Göttingen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters