Bundesfamilienministerin wirbt für Embryonentests

Veröffentlicht:

BERLIN (dpa). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) geht davon aus, dass sich die Befürworter von Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas durchsetzen werden. Im Juni steht dazu die Bundestagsentscheidung an.

Die Ministerin möchte Abgeordnete gewinnen, die eine begrenztere Zulassung der PID beantragen, wie sie im "Spiegel" ankündigte. Für Eltern mit erblichen Krankheitsrisiken solle es möglich sein, Embryonen bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) nach künstlicher Befruchtung genetisch untersuchen zu lassen. Das sei zum Beispiel beim Risiko von Totgeburten gerechtfertigt.

"Wenn klar ist, dass eine genetische Disposition vorliegt und im Rahmen einer künstlichen Befruchtung Embryonen so ausgewählt werden könnten, genau das zu verhindern, dann halte ich es für richtig, das zu machen."

Bei den Ethikkommissionen, die ihrer Ansicht nach über PID-Fälle entscheiden sollen, möchte Schröder die Kirchen einbinden. Sie würde es "sehr begrüßen, wenn sich die Kirchen an den PID-Kommissionen beteiligen würden", sagte sie. Im Bundestag liegen drei Gesetzentwürfe von PID-Gegnern und -Befürwortern vor, über die im Juni ohne Fraktionszwang abgestimmt werden soll.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Welchen Spielraum es gibt

Patienten rechtssicher ablehnen: So geht’s

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hypertonie

Smartwatch und Co.: Wie weit ist die manschettenlose Blutdruckmessung?

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Älterer Mann fasst sich an die linke Brust, Herzschmerzen

© iammotos / stock.adobe.com

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Vernetzte Menschen

© SMART.art / stock.adobe.com

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht