Pflegeversicherung

Bundestag gibt Plazet zum Beitragssprung

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Bundestag hat am Donnerstag die Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte zum 1. Januar 2019 beschlossen. Ab dann gilt ein Satz von 3,05 Prozent oder 3,3 Prozent (Kinderlose). Es handelt sich um die dritte Erhöhung seit 2015.

Seit 2009 haben die Ausgaben der Pflegeversicherung von 20 auf 35 Milliarden Euro zugenommen. „Und sie werden weiter steigen“, sagte BMG-Staatssekretär Thomas Gebhart. Wenn im Sommer 2019 Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege vorliegen, würden weitere Reformschritte folgen.

Der Beitragssprung bringt den Pflegekassen Mehreinnahmen von jährlich 7,6 Milliarden Euro. Das reiche aus, um die Beiträge bis 2022 stabil zu halten. Dies stellte die FDP-Abgeordnete Nicole Westig in Frage und befand: „Das Umlagesystem trägt nicht mehr.“ Sie forderte mehr Kapitaldeckung und sprach sich für eine Reform des Pflegevorsorgefonds aus.

Auch die Linken bezweifelten, dass die Mehreinnahmen ausreichen. Allein die Refinanzierung der tariflichen Bezahlung von Pflegekräften werde jährlich sechs Milliarden Euro kosten. Die Fraktion plädiert für das Modell einer Bürgerversicherung auch in der Pflege. (fst)

Mehr zum Thema

Langzeitpflege

Demografie nimmt Pflege in die Zange

Kommentar zur COVID-Pandemie

Impfquote macht Corona-Teilimpfpflicht obsolet

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Ab September greift die Tarifpflicht zur Bezahlung von Pflege- und Betreuungskräften in Altenheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Pflegeeinrichtungen stehen zur Umsetzung drei Optionen offen.

© Sabine Naumann / Fotolia

Bessere Bezahlung

Richtlinien zur Tarifbindung in der Altenpflege genehmigt

Die Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci (SPD, v.l.), Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Benjamin Strasser (FDP), Ansgar Heveling (CDU) und Kathrin Vogler (Linke) stellen im Haus der Bundespressekonferenz einen Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe vor.

© Wolfgang Kumm/dpa

Fraktionsübergreifend

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe präsentiert