Versorgungsforschung

DEGAM plädiert für Fokus auf Primärversorgung

In einem Positionspapier fordert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin, einen stärkeren Fokus auf versorgungsnahe Forschung zu legen.

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NEU-ISENBURG. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) hat darauf hingewiesen, dass sich die künftige Förderung der Versorgungsforschung vor allem auf die medizinische Primärversorgung konzentrieren solle.

In einem Positionspapier wirbt die Forschungs-Sektion der Gesellschaft dafür, sich vorrangig mit Fragen über neue Versorgungsmodelle, neue Ausrichtung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe und die sektorenübergreifende Versorgungskontinuität zu beschäftigen.

Vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit einehrgehenden steigenden Zahl an chronisch kranken und multimorbiden Menschen sei dies dringend geboten, so die DEGAM.

Dabei treibt die Gesellschaft die Sorge um, dass bei der Vergabe der Fördermittel, für die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Kriterien festlegt und das jährliche Ausschreibungsverfahren leitet, vor allem in "versorgungsferne Maßnahmen" ausgewählt werden.

Durch die "Formulierung strenger, eindeutiger Förderungskriterien zur versorgungsnahen Forschung" solle verhindert werden, dass die Gelder aus dem Bundesforschungsministerium hauptsächlich in die Bereiche der Grundlagenforschung und Technologieentwicklung fließen.

Vielmehr sollte ein Teil der Forschungsgelder für Vorhaben in der Primärversorgung und der hausärztlichen Versorgung reserviert werden.

Zu den Forschungsfragen, die laut DEGAM prioritär behandelt werden sollten, gehört auch, welche Aus-, Weiter- und Fortbildung Hausärzte benötigen, um den Anforderungen an ein sich änderndes Berufsbild besser gerecht zu werden.

Ebenso sollten Forschungsvorhaben gefördert werden, die sich mit den Auswirkungen von Über- und Unterversorgung auseinander setzen. (bee)

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