Forderung nach eigenem Vorschaltgesetz

DKG kritisiert Liquiditätshilfen: Versprochenes Volumen wird nicht erreicht

Für viel zu gering hält die Deutsche Krankenhausgesellschaft die von der Politik angekündigten Klinik-Liquiditätshilfen. Statt der versprochenen sechs Milliarden seien höchstens 2,4 Milliarden Euro realistisch.

Veröffentlicht:

Berlin. Im Krankenhaus-Transparenzgesetz, das am Freitag den Bundesrat passieren soll, wird den Krankenhäusern eine schnellere Finanzierung der Pflegepersonalkosten in Aussicht gestellt.

Sechs Milliarden Euro sollen so laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) als Liquiditätshilfen den Kliniken zufließen. Die tatsächliche Höhe sieht die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) weit niedriger und übt am Montag in einer Mitteilung Kritik.

Lesen sie auch

„Nach umfassenden Berechnungen gehen wir davon aus, dass die angekündigten Liquiditätshilfen ein maximales Volumen von 2,4 Milliarden Euro erreichen werden“, so der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß. Er bezieht sich auf eine Analyse, welche die DKG anhand der vom BMG vorgelegten Zahlen vorgenommen hat.

Das Ministerium versuche offenbar mit der Sechs-Milliarden-Summe die Bundesländer zur Zustimmung zum Transparenzgesetz zu bewegen. Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat bereits empfohlen, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Die DKG fordert, die Liquiditätshilfen vom Krankenhaustransparenzgesetz abzukoppeln und stattdessen ein umfassendes Vorschaltgesetz zu erlassen. (juk)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
In Deutschland gibt es immer weniger klinische Forschung. Was Deutschland hingegen zu leisten imstande ist, zeigte sich zuletzt bei der COVID-19-Pandemie: mRNA-basierte Impfstoffe wurden schnell entwickelt und produziert.

© metamorworks / stock.adobe.com

Handlungsempfehlungen

Deutschland-Tempo statt Bürokratie-Trägheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps