Krankenversicherung

Debeka verteidigt duales System

Keine Angst vor einer möglichen Bürgerversicherung hat die Debeka. Sie plädiert jedoch für das duale System.

Veröffentlicht:

KOBLENZ. Die Debeka Krankenversicherung glaubt an die Zukunft des dualen Krankenversicherungssystems, sieht sich notfalls aber auch für eine Bürgerversicherung gerüstet.

Sowohl die gesetzliche als auch die private Krankenversicherung (PKV) seien reformbedürftig, die "reformierte Dualität" sei aber zielführender als die Bürgerversicherung, sagte der Debeka-Vorstandsvorsitzende Uwe Laue.

"Wir sind davon überzeugt, dass das duale System das beste für dieses Land ist, und dafür werden wir auch kämpfen." Falls es aber doch zu einer Umstellung auf eine Bürgerversicherung kommen sollte, werde sich die Debeka auch unter den neuen Bedingungen behaupten, erwartet er.

"Wir sind von der Größe, der Rechtsform und der breiten Aufstellung her dazu in der Lage."

Das Koblenzer Unternehmen ist mit über 2,2 Millionen Vollversicherten der mit Abstand größte PKV-Anbieter. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gehört seinen Mitgliedern und muss keine Aktionärsinteressen bedienen.

Engagement im Versorgungsmanagement

Die Krankenversicherung macht als größter Zweig rund 40 Prozent vom Umsatz aus, die Gruppe hat aber auch einen großen Lebensversicherer, einen Schaden-/Unfallversicherer und eine Bausparkasse.

2012 konnte die Gesellschaft bei den Vollversicherten netto um fast 30.000 zulegen und erzielte damit den höchsten Zuwachs in der Branche, die insgesamt einen Rückgang um 20.000 verzeichnete.

Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung nahmen um 4,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu - damit hat sich die Debeka von der DKV die Marktführerschaft zurückgeholt. Die Versicherungsleistungen stiegen um 6,0 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Die Aktivitäten im Versorgungsmanagement hat Debeka weiter ausgebaut, wie Vorstand Roland Weber erläuterte. Dazu gehören neben Kooperationen mit Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern, der Ausbau der Beratung und Angebote wie ein Disease Management Programm Diabetes Typ II.

"Wir werden eine Kampagne zur Darmkrebs-Früherkennung machen, die in Berlin startet", kündigte Weber an. (iss)

Mehr zum Thema

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Mehr als 700 Millionen AU-Tage im ersten Pandemiejahr

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Warten auf den PCR-Test: Abstrichröhrchen.

© Uwe Anspach / dpa

Bund-Länder-Runde am Montag

Corona-PCR-Tests: Ärzte und MFA sollen jetzt doch Vorrang erhalten

Ein Mann geht auf der Theresienwiese an einem Plakat der Aufschrift "Impfen" vorbei.

© Sven Hoppe/dpa

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Länder attackieren Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen