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Kommentar

Der GBA vor neuen Zerreißproben

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Die jüngste Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Positronenemissionstomografie (PET) bei malignen Lymphomen legt die Innenkonflikte des Gremiums offen. Dabei haben Ärzte und Kassen die Krankenhausgesellschaft überstimmt.

Klinikärzte beklagen nun den Ausschluss wesentlicher Teilbereiche der PET bei dieser Indikation von der Erstattung. Niedergelassene Nuklearmediziner dagegen malen ein anderes Bild von der Entscheidung.

Da Sachverstand auf beiden Seiten der Sektorengrenze herrscht, müssen die Gründe für das strittige Votum woanders liegen. Noch fallen 90 Prozent der Entscheidungen im Ausschuss im Konsens, doch das wird vermutlich nicht so bleiben.

Der GBA-Vorsitzende Rainer Hess ahnt, dass allzu viele Mehrheitsentscheidungen dem Ausschuss nicht gut tun werden. Es heißt also aufpassen für die Selbstverwalter. Schon steht das Bundesgesundheitsministerium mit einer Rechtsverordnung vor der Tür und will Details der Nutzenbewertung dem GBA vorschreiben. Je uneiniger sich der "kleine Gesetzgeber" präsentiert, desto schneller droht der Verlust von Zuständigkeiten.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: GBA-Kompromiss zur PET löst geteiltes Echo aus

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