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Dermatologen irritiert über sorglose Sonnenanbeter

Die Zahl der HautkrebsErkrankungen steigt ungebremst. Nach Ansicht von Dermatologen ist Prävention gerade deshalb der richtige Weg.

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BERLIN (sun). Jedes Jahr erkranken etwa 16.000 Menschen an einem Malignem Melanom. Insgesamt entdecken Dermatologen jedes Jahr 193.000 neue Fälle von Hautkrebs.

Die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen steige - trotz vieler Aufklärungskampagnen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne - weiterhin ungebremst, beklagen der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) anlässlich der Euro-Melanomwoche vom 9. bis 13. Mai.

Der Ansatz, beim Thema Hautkrebs auf mehr Aufklärung und Prävention zu setzen, sei dennoch der richtige Weg, betonte BVDD-Präsident Dr. Michael Reusch.

Schließlich sei die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Hautkrebs aufgrund des medizinischen Fortschritts und Initiativen der Früherkennung bei Männern von 75 auf 84 Prozent und bei Frauen von 80 auf 88 Prozent verbessert worden, ergänzte DDG-Präsident Professor Rudolf Stadler.

Viele kennen die Screening-Leistungen nicht

Die Bemühungen um Präventionskampagnen müssten dennoch weiter verstärkt werden, so Reusch. Immer noch wüssten zum Beispiel zu wenige GKV-Versicherte ab 35 Jahren, dass sie alle zwei Jahre Anspruch auf Hautkrebs-Screening haben. Dabei seien gerade Männer, die älter als 35 Jahre alt sind, eine Risikogruppe beim Hautkrebs.

Darüber hinaus belege eine aktuelle Forsa-Umfrage, die von der DDG in Auftrag gegeben wurde, dass 55 Prozent der Befragten meinen, Hautkrebs sei kein Thema, das "sie besorgt".

Diese Zahl ist nach Meinung der Dermatologen zu hoch, denn "niemand sei absolut gegen Hautkrebs" geschützt. Mit der Hautkrebs-Früherkennung gelinge es, einen Anstieg der Sterberate zu verhindern.

Nach Angaben des BVDD kostet allein die ambulante Hautkrebs-Behandlung jedes Jahr rund drei Milliarden Euro. Hinzu kommen Ausgaben für die stationäre Behandlung von etwa 157 Millionen Euro.

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