Hoher Zuspruch
Umfrage: Fast alle Seniorinnen und Senioren befürworten Digitalisierung im Gesundheitswesen
Laut einer Befragung des Digitalverbands Bitkom sind Ältere digitalen Tools im Gesundheitswesen gegenüber aufgeschlossen. Besonders überzeugt von E-Rezept oder Online-Buchungstools sind Menschen über 80 Jahren.
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Immer mehr Senioren haben im vergangenen Jahr digitale Gesundheitsangebote genutzt – mit Videosprechstunden haben aber erst 6 Prozent Erfahrung.
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Berlin. Ob E-Rezept statt Papierzettel, Videosprechstunde statt Praxisbesuch oder neue Diagnosemöglichkeiten mit Künstlicher Intelligenz – auch Ältere sehen digitale Gesundheitsangebote als große Chance. So stehen 92 Prozent der Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen nach eigenen Angaben positiv gegenüber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die am Montag veröffentlicht wurde.
Dabei seien die Über-80-Jährigen mit insgesamt 95 Prozent positiver Einstellung sogar noch überzeugter als die jüngeren Seniorinnen und Senioren zwischen 65 und 69 Jahren mit 89 Prozent. „Digitale Gesundheitsangebote sind eine Grundvoraussetzung, um die Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft zu sichern. Sie erleichtern den Zugang, ermöglichen eine engere Betreuung und eröffnen zudem neue Möglichkeiten in Diagnostik und Behandlung, während Praxen und Pflegekräfte entlastet werden“, so Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Wachsende Offenheit
Die positive Einstellung der Generation 65+ zeigt sich auch konkret an der wachsenden Offenheit, digitale Angebote von Ärztinnen und Ärzten oder Krankenhäusern zu nutzen. So vereinbart zum Beispiel die Hälfte (50 Prozent) der Deutschen ab 65 Jahren inzwischen Arzttermine online – vor fünf Jahren waren es erst 18 Prozent. Weitere 23 Prozent können sich dies zukünftig vorstellen.
37 Prozent lassen sich inzwischen Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail schicken, vor fünf Jahren waren es mit 18 Prozent gerade einmal halb so viele. Für weitere 47 Prozent kommen solche Terminerinnerungen derzeit grundsätzlich in Frage. Direkt per E-Mail, Chat oder Messenger kommunizieren 19 Prozent der Älteren mit Ärztin oder Arzt. Weitere 51 Prozent können sich vorstellen, diesen Kommunikationsweg künftig zu nutzen.
Das Potenzial ist groß
Etwa 4 von 10 (41 Prozent) der Menschen ab 65 nutzen Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Ärztinnen und Ärzte. Vor fünf Jahren waren es 12 Prozent. Weitere 27 Prozent können sich vorstellen, dies zukünftig zu tun. Telemedizinische Anwendungen wie Videosprechstunden werden bislang sehr viel seltener genutzt: Erst 6 Prozent haben mit Videosprechstunden Erfahrungen gesammelt, vor fünf Jahren waren es 2 Prozent.
Gleichzeitig ist das Potenzial groß: 41 Prozent der Seniorinnen und Senioren können sich vorstellen, sie zukünftig in Anspruch zu nehmen. Wintergerst: „Telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden oder die Kontrolle des Gesundheitszustandes aus der Ferne sparen Wege und Zeit. Wichtig ist, entsprechende Angebote konsequent auszubauen und Seniorinnen und Senioren, die noch unsicher in der Nutzung sind, gezielt beim Einstieg zu unterstützen.“
Für die Studie wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 65 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 38 bis KW 42 2025 statt. (kaha)




![Chronischer Schmerz: Digitalisierung hält Einzug Muster 16. DiGA-Verordnungen sind als „Gebühr frei“ zu kennzeichnen (1). Im BVG-Feld (2) steht eine „6“, wenn nach Bundesversorgungs- oder -entschädigungsgesetz Anspruch auf die Verordnung besteht. Im Verordnungsfeld (3) darf maximal eine DiGA verordnet werden. Anzugeben sind „Digitale Gesundheitsanwendung“, die PZN und der Name der jeweiligen DiGA [7]. Pfizer Deutschland GmbH](/Bilder/Muster-16-DiGA-Verordnungen-sind-als-Gebuehr-frei-zu-209550.jpg)


