Berufspolitik

Diabetiker-Bund fürchtet Streichung der Schulungen

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KÖLN (iss). Ärzte und Selbsthilfevertreter warnen davor, die Diabetiker-Schulungen aus Kostengründen zur Disposition zu stellen. "Ohne ausreichende Schulung verpufft jede Therapie", sagt Dieter Möhler, Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes.

Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" sieht das gesundheitspolitische Sparprogramm der Regierungskoalition das Aus für die Schulungen für chronisch kranke Patienten vor. So sollen die Kassen 300 Millionen Euro einsparen.

Das wäre kurzsichtig, kritisiert Möhler. Die Ressourcen des Gesundheitssystems lägen in guten Behandlungsmöglichkeiten. "Wenn diese Möglichkeiten vom Patienten nicht mehr beherrscht werden, wird nicht gespart, sondern Kosten explodieren."

Dr. Matthias Kaltheuner vom Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein spricht von einer "Katastrophe für alles Diabetes-Patienten". Die Schulungen seien unverzichtbar für das Disease-Management-Programm Diabetes. "Hier geben wir den Patienten das nötige Wissen an die Hand, um mit ihrer Erkrankung selbstständig ein weitgehend normales Leben führen zu können", sagt er. Die Schulungen würden helfen, Medikamente einzusparen und Folgeerkrankungen zu verhindern. Für die Diabetiker zöge die Streichung eine Verschlechterung der Lebensqualität mit sich, wenn nicht sogar eine Verkürzung des Lebens, warnt Kaltheuner.

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