Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Pflege-Beitragssatz wird angehoben

Die Debatte ist eröffnet

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Jeder Gesetzentwurf enthält unter Punkt III die Unwahrheit: "Alternativen: Keine" heißt es dort. Das gilt auch für den Beitragssprung von 0,5 Prozentpunkten, den das Bundeskabinett am Mittwoch für 2019 beschlossen hat. Natürlich gibt es Alternativen zur Finanzierung über Beiträge – sie sind nur nicht politisch gewollt.

Kein Zweifel: In der gesetzlichen Pflegeversicherung müssen akut Finanzlöcher gestopft werden. Die Pflegereformen der vergangenen Legislatur haben weit höhere Mehrausgaben verursacht als erwartet. Jetzt muss der Beitragszahler ran.

Eine Nettosenkung der Sozialabgaben ist – trotz gesenkter Beiträge in der Arbeitslosenversicherung – nicht in Sicht. Dabei sind den Pflegekassen mit den jüngsten Reformen immer mehr originär gesellschaftliche Aufgaben übertragen worden – wie etwa die Alterssicherung für pflegende Angehörige.

Diese Posten addieren sich nach Berechnung der Kassen auf 2,7 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Grund genug, die Finanzarchitektur der Pflege im Grundsatz neu zu diskutieren. Jetzt anfangen, bitte!

Lesen Sie dazu auch: Bundeskabinett: Pflege-Beiträge steigen

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Druck auf Personalbestand

Studie: Warkens GKV-Gesetz bringt Krankenhäuser in Konkursgefahr

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie