Kommentar

Die FDP sucht die Exportchance

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Eine schöne liberale Vision. Der Welthandel sorgt für zunehmenden Wohlstand in Regionen, die noch vor gar nicht so langer Zeit als dritte Welt galten. Der Wohlstand sorgt für soziale Veränderungen in diesen Gesellschaften. Auch sie beginnen zu altern, ähnlich, wie dies in den Industrieländern längst stattfindet.

Wohlstand und demografischer Wandel fördern die Nachfrage nach Medizintechnik, Arzneimitteln und Gesundheitsdienstleistungen - ganz wie bei uns. Und weil deutsche Unternehmen sich rechtzeitig auf diese Entwicklungen eingestellt haben, sind sie zur Stelle und können davon kräftig profitieren.

Einzelne Produkte können inzwischen viele. Also soll die Initiative "Health made in Germany" nicht weniger leisten als gleich das ganze deutsche Gesundheitssystem einschließlich der die Finanzierung sichernden Krankenversicherungen zu exportieren.

Was sich die Minister Philipp Rösler und Daniel Bahr ausgedacht haben, ist schlau. Der Plan kann auf kurze Sicht kaum schiefgehen.

Zumindest die Exporte der deutschen Medizintechnikindustrie brummen auch von alleine derart, dass sich die Exportinitiative "Health made in Germany" im Wahljahr 2013 politisch ganz sicher als Erfolg verkaufen lässt.

Lesen Sie dazu auch: Rösler und Bahr starten Exportinitiative

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