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Kommentar

Die Peitschen des Gesetzgebers

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Diese Rechnung der Gesundheitsreformer scheint aufzugehen: 50 Kassen sind genug, befand einst Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Keine Woche vergeht, in der nicht neue Fusionen gemeldet werden -  wie jüngst die neue BKK Gesundheit mit 1,5 Millionen Versicherten, der Zusammenschluss von IKK im Südwesten oder angeblichen Fusionsgesprächen von Barmer und Gmünder.

Der Gesundheitsfonds und der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich sind die beiden Peitschen des Gesetzgebers, die die Kassen zum schnellen Handeln zwingen. Die Trias "jung, gesund und gut verdienend" war bislang ein Erfolgsfaktor. Eine Kasse, die erfolgreich eine solche Versichertenklientel anzog, war aus dem Schneider. Jetzt dagegen geht es darum, mit Ärzten und Vertretern anderer Heilberufe Versorgung für alte und chronisch kranke Versicherte zu gestalten. Das braucht Manpower und einen erklecklichen Marktanteil bei Versicherten einer Region.

Zugleich sehen sich die Kassen auf einen beinharten Sparkurs gezwungen. Wieder gilt: Sollen etwa durch Rabattverträge Kosten gesenkt werden, braucht es Marktmacht. Wie viele Kassen es Anfang 2010 gibt, ist derzeit Spekulation. Sicher ist nur: Das Fusionskarussell wird sich weiterdrehen.

Lesen Sie dazu auch: Kassen vor einer Fusionswelle IKKen im Südwesten schließen sich zusammen

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