Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Weltgesundheitsversammlung

Eine Perspektive für die WHO?

Von Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Es ist ein wichtiges Signal, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag gegeben hat. Während der ab Juli anstehenden, halbjährigen EU-Ratspräsidentschaft will Deutschland zusammen mit Frankreich ein Konzept zur Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorlegen.

Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt, denn am Montag hat in Genf die diesjährige Weltgesundheitsversammlung (WHA) begonnen – der COVID-19-Pandemie geschuldet per Videoschalte.

Spahns Vorstoß dürfte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus willkommen sein, lässt sich dieser doch so lesen, dass zumindest Europa noch hinter der WHO als zentralem Pandemiemanager steht. US-Präsident Donald Trump hatte die WHO ja vor Kurzem quasi zum Abschuss freigegeben, um offensichtlich von eigenen Fehleinschätzungen bezüglich des Pandemiegeschehens in den Vereinigten Staaten abzulenken.

Ob Spahn auf der EU-Ebene in puncto WHO-Reform genauso zügig vorankommt wie bei seinen Gesetzesinitiativen in der Heimat, bleibt abzuwarten. Die Zeit wird aber allemal reichen, um der Weltgemeinschaft zu zeigen, wie eine moderne – bei Spahn heißt das ja unweigerlich immer digitale – WHO künftig gestaltet und auch aufrechterhalten werden kann.

Knackpunkte dabei werden die Sicherstellung der finanziellen Mittel für die WHO sein sowie der Wille der Mitgliedstaaten, im Ernstfall auch die führende Rolle der Genfer Organisation im Pandemiemanagement anzuerkennen. Und spätestens hier müssen sicher dicke Bretter gebohrt werden – in Peking und in Washington. Denn die beiden Supermächte schätzen Europa – momentan allerdings eher als Wirtschafts- denn als Politikpartner.

Schreiben Sie dem Autor: matthias.wallenfels@springer.com

Lesen sie auch
Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arbeiten in der Alpenrepublik

Alternative Schweiz? Die Chancen für deutsche Ärzte stehen gut

Buchtipp

Neuer Bildband: Helden eines schrecklichen Krieges

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt