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Bayern

Einführung des Telenotarztes auf gutem Weg

Ab Mitte Juli dieses Jahres soll der Telenotarzt in Bayern Schritt für Schritt und flächendeckend eingeführt werden.

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Straubing. Mit der bayernweiten Einführung des Telenotarztes könne ab Mitte 2022 gerechnet werden. Das gab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Straubing bekannt.

Der ‚Telenotarzt‘ werde nun „Schritt für Schritt“ eingeführt. Ein Projektteam soll dafür im Juli in Straubing starten. „Ohne die Unterstützung Straubings, den ‚Telenotarzt‘ hier als Pilotprojekt durchzuführen, wäre eine bayernweite Entwicklung nicht möglich gewesen“, erklärte Herrmann.

Erfahrung in Straubing gesammelt

Dort haben in einem seit Dezember 2017 laufenden Test-Projekt im Rettungsdienstbereich ein Telenotarzt in der Integrierten Leitstelle und 21 telemedizinisch ausgestattete und qualifizierte Rettungstransportwagen in rund 900 Notfällen Einsätze gefahren.

Mit Einverständnis des Patienten werden direkt vom Einsatzort oder aus dem Rettungswagen Videos, Fotos und Vitaldaten wie EKG-Werte in Echtzeit an den Telenotarzt übertragen. An seinem Arbeitsplatz kann dieser sich ein Bild von der medizinischen Situation vor Ort machen und beispielsweise die Gabe lebensrettender Medikamente veranlassen, noch bevor ein Notarzt beim Patienten eintrifft.

Versorgung auch ohne Telenotarzt gesichert

Herrmann betonte zugleich, dass die flächendeckende Versorgung der bayerischen Bevölkerung mit notärztlichen Leistungen auch ohne Telenotarzt sichergestellt sei. „Die Besetzungsquote der bayerischen Notarztstandorte betrug letztes Jahr 96,8 Prozent. Zur weiteren Optimierung soll mittelfristig eine Notarztbedarfsstudie in Auftrag gegeben werden“, sagte er. (bfe)
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