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Kommentar zur Substitution

Einsichten, die nicht allen schmecken

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:

Mit einem Bein im Gefängnis: Immer wieder beklagen substituierende Ärzte die Rechtsunsicherheit ihrer Arbeit mit drogenabhängigen Patienten. In Niedersachsen hat im November 2011 die "Beratungskommission für substituierende Ärzte" ihre Arbeit aufgenommen, die 260 subsituierenden Ärzte im Land berät.

Seit Beginn trifft die Initiative offenbar auf große Resonanz bei den Ärzten. Das zeigt, wie ernst die Kollegen ihre Arbeit nehmen. Sie sind eben keine "Dealer in Weiß".

Sondern sie stehen und arbeiten für die Einsicht, dass viele Drogensüchtige (leider) nicht durch Abstinenz ein relativ normales und gesünderes Leben zu führen lernen, sondern erst durch die Substitution - auch wenn diese Einsicht nicht jedem schmeckt.

Die Ereignisse in Hamburg und Bremen zeigen, dass die Kommission längst überfällig war. Der Missbrauch vom Methadon macht an den Landesgrenzen nicht Halt.

Einrichtungen, wie der runde Tisch in Bremen, arbeiten schon länger zusammen und weisen den Weg.

Es geht darum, die Kollegen zu unterstützen und anonymisiert, also ohne Ansehen von Arzt und Patient, sachlich zu beraten. Nur so können die Mediziner in ihrer Arbeit die nötige Sicherheit erhalten.

Lesen Sie dazu auch: Kommission will Ärzte aus der Grauzone holen

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