Direkt zum Inhaltsbereich

Neue Pläne

Einzahlung in Pflegevorsorgefonds soll auf einen Schlag erfolgen

Nach massiver Kritik bessert die Ampelkoalition ihr Vorhaben nach, Einzahlungen in den Vorsorgefonds zur kurzfristigen Sanierung der Pflegefinanzen auszusetzen. Ziel ist es, sich Zeit zu verschaffen.

Veröffentlicht:
Das Sparschwein für die Dämpfung der Beiträge ab dem Jahr 2035 wird weiter befüllt: Gesundheitsminister Lauterbach hat von früheren Plänen Abstand genommen.

Das Sparschwein für die Dämpfung der Beiträge ab dem Jahr 2035 wird weiter befüllt: Gesundheitsminister Lauterbach hat von früheren Plänen Abstand genommen.

© solarseven / Getty Images / iStock

Berlin. Die Ampelkoalition hat ihre Pläne zur vorübergehenden Aussetzung des Pflegevorsorgefonds nachgebessert. Zur „kurzfristigen Sicherung der Finanzstabilität der Sozialen Pflegeversicherung“ (SPV) sollen die Einzahlungen in die Reserve für das Jahr 2023 nun in einer Rate im Dezember erfolgen – normalerweise wird das Geld monatlich an den bei der Bundesbank angelegten Fonds überwiesen.

Das geht aus einem der Ärzte Zeitung vorliegenden fachfremden Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen zum Krankenhauspflege-Entlastungsgesetz hervor. Zu dem Gesetz werden an diesem Mittwoch mehrere Sachverständige und Verbände im Bundestags-Gesundheitsausschuss gehört.

Drohendes Milliardendefizit bis Jahresende

Prognosen zufolge läuft die SPV bis Jahresende auf ein Defizit in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro zu. Im kommenden Jahr dürfte das Loch pandemie- und demografiebedingt noch größer ausfallen.

Gesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) hatte zuletzt Überlegungen in der Koalition für richtig erachtet, die Einzahlung in den Vorsorgefonds einmalig auszusetzen und die entsprechende Summe von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro zur kurzfristigen Sanierung der Pflegefinanzen zu nutzen.

Bei einzelnen Kassenverbänden, aber auch in der Unionsfraktion war die Ankündigung auf scharfe Kritik gestoßen. Die Reserve ist angelegt für die Zeit, wenn die sogenannten Babyboomer das pflegebedürftige Alter erreichen – also ab Mitte der 2030er. Momentan verfügt der Fonds über rund zehn Milliarden Euro. (hom/af)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Global-Burden-of-Disease-Erhebung

Weltweit immer mehr Fälle von Anorexie und Bulimie

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?