Kommentar zum BVKJ-Führungswechsel

Ende der Eiszeit?

Von Raimund SchmidRaimund Schmid Veröffentlicht:

Am 1. November ist es also soweit. Dann wird Dr. Thomas Fischbach sein neues Amt als Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) antreten.

Beim Herbstkongress des BVKJ in Bad Orb ist deutlich geworden, dass der Verband eine gute Wahl getroffen hat.

Fischbach ist durch langjähriges Engagement in KVen und auf KBV-Ebene berufspolitisch versiert. Aber auch er wird den schwierigen Spagat meistern müssen - dass sich die Kinder- und Jugendärzte zugleich als Haus- und Fachärzte und als politischer Anwalt der Pädiater sowie für Kinder und ihre Familien sehen.

Vor allem aber möchte Fischbach die nun schon lange anhaltende Eiszeit zwischen dem BVKJ und dem Hausärzteverband beenden. Das ist auch bitter nötig. Denn das neue Präventionsgesetz stärkt die Vorsorge und Früherkennung bei Kindern und Erwachsenen.

Diese wird in der ärztlichen Praxis aber nur dann greifen, wenn Pädiater und Allgemeinärzte etwa bei Impfungen an einem Strang ziehen. Da zudem schon heute in der Fläche Pädiater und Hausärzte fehlen, sollten beide Verbände ohnehin an einer sinnvollen Arbeitsteilung interessiert sein.

Gelingt das nicht, könnte die hausärztliche Versorgung der jungen und älteren Bevölkerung in manchen Regionen zusammenbrechen.

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