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Endlich raus aus der Grauzone!

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:

Es ist erstaunlich, dass die Selbstverwaltung immer wieder die Angst äußert, Medizinische Fachangestellte (MFA) könnten niedergelassenen Ärzten etwas von ihrer Arbeit wegnehmen. Denn kaum anders ist die Befürchtung, dass es durch das Delegieren ärztlicher Leistungen in Arztpraxen zur Subsitution kommen könnte, zu werten.

Dabei lehrt die Praxis doch ein ganz anderes Bild: Nicht nur in ländlichen Regionen zeigen sich Versorgungslücken, weil schlicht Ärzte fehlen. Und die Ärzte, die in den unterversorgten Gebieten arbeiten, wissen kaum, wie sie ihre Arbeit alleine bewältigen sollen. Da wäre Unterstützung durch gut ausgebildetes Fachpersonal doch mehr als angesagt.

Die Praxis lehrt aber noch etwas: In nicht wenigen Arztpraxen übernehmen MFA längst Aufgaben, die eigentlich nur den Ärzten vorbehalten sind. Darüber wird zwar eher hinter vorgehaltener Hand gesprochen, weil sich die Fachkräfte und auch ihre Praxischefs hier in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

Aber in so mancher Praxis wäre der Patientenansturm sonst nicht immer zu bewältigen. Ersetzt wird der Arzt hier auf keinen Fall. Aber gerade deshalb wird es höchste Zeit für offizielle Regeln und feste Ausbildungsstandards.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte in Praxis und Klinik behalten das Sagen

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