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Ergebnisorientierung statt Kostendebatte

Die Qualität der Medizin rückt in den Fokus der Akteure - ein Kongress in Berlin unterstreicht dies.

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BERLIN (HL). Zum dritten Mal treffen sich am 26. und 27. November in Berlin Experten und Entscheider aus Medizin, Forschung und Unternehmen zum "Nationalen Qualitätskongress Gesundheit". Auf der Tagesordnung steht ein breites Themenspektrum vom Problem der Nosokomialinfektionen bis hin zur sektorübergreifenden Qualitätssicherung.

Insgesamt werden rund 400 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet, wie Kongress-Präsident Ulf Fink der "Ärzte Zeitung" sagte. Vier neue Kooperationspartner sind am Kongress beteiligt: das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie, die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung und die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Matthias Schrappe, Mitglied des Sachverständigenrates für das Gesundheitswesen, übernommen.

Die Gesundheitspolitik hat seit längerer Zeit Abschied genommen von schlichten Kostendämpfungskonzepten: Im Fokus steht zunehmend eine stärkere Ergebnisorientierung.

Der Kongress wird darüber informieren und debattieren, mit welchen Instrumenten und Konzepten sich die Qualität im deutschen Gesundheitswesen in der gerade begonnenen Legislaturperiode verbessern lässt. Dazu wird dann auch die neue politische Spitze des Bundesgesundheitsministeriums ihre Vorstellungen artikulieren.

Auf der Ebene der Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen sind inzwischen wichtige Organisationsentscheidungen gefallen. Für den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, ist die sektorübergreifende Qualitätssicherung eines der wichtigsten Projekte, um für die ambulante und stationäre Medizin im Wettbewerb, aber auch bei Kooperationen faire Maßstäbe zu setzen. Den Arbeitsauftrag dafür hat das AQUA-Institut unter der Leitung von Professor Joachim Szecsenyi erhalten, der die Qualitätssicherungskonzeption seines Instituts konkretisieren wird.

Weitgehende strukturelle Empfehlungen zur Gesundheitsversorgung in einer alternden Gesellschaft hat der Sachverständigenrat erarbeitet: auch sie werden im Rahmen des Kongresses eingehend diskutiert. Weitere Themenschwerpunkte sind die Verbesserung der Gesundheitsberichterstattung, Sicherheitsprobleme in der Arzneimitteltherapie und die Krankenhaushygiene vor dem Hintergrund wachsender Bedeutung von Nosokomialinfektionen.

Programm und Anmeldung unter www.qualitaetskongress-gesundheit.de

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