"Horrende Preise"

Ersatzkassen wollen am AMNOG drehen

Der Verband der Ersatzkassen fordert, dass der Erstattungspreis für neue Arzneien auch rückwirkend gelten soll.

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BERLIN. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) klinkt sich in die Debatte über die Preisbildung für neue innovative Arzneimittel ein. Aufhänger ist wiederum das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi®.

In den ersten zwölf Monaten, nachdem ein neuer Wirkstoff auf den Markt gekommen ist, kann der Hersteller den Preis frei festsetzen. Vdek-Verbandschef spricht in diesem Zusammenhang von "horrenden Preisen". Erst ab dem 13. Monat gilt der von GKV-Spitzenverband und Hersteller ausgehandelte Erstattungsbetrag.

Der Verband schlägt vor, dass der ausgehandelte Erstattungsbetrag rückwirkend - also mit dem ersten Monat des Inverkehrbringens - gelten soll.

Als Beispiel für überhöhte Preise nennt der vdek das Präparat Sovaldi® zur Behandlung von Patienten mit Hepatitis C. Der Hersteller Gilead verlange je Tablette mehr als 700 Euro. Bereits Anfang August hat die AOK Niedersachsen über den hohen Preis des Medikaments geklagt.

Mitte Juli hatte der Gemeinsame Bundesausschuss dem Wirkstoff Sofosbuvir zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virusinfektion (HCV) einen beträchtlichen Zusatznutzen attestiert. (eb)

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