Unterversorgung

Fördertopf wird in Bayern gut genutzt

Die KV Bayerns und die Krankenkassen kämpfen gemeinsam gegen Unterversorgung.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Rund 400.000 Euro haben die Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) bisher zur Förderung von Haus- und Fachärzten in Gebieten in Bayern ausgegeben, in denen in Zukunft eine Unterversorgung droht.

In dem seit Anfang des Jahres laufendem Förderprogramm wurden fünf neue Niederlassungen von Hausärzten in Haßfurt und Viechtach sowie von Psychotherapeuten in Freyung-Grafenau finanziell unterstützt.

In sechs Fällen wurden Zuschüsse an Hausärzte im Alter von über 63 Jahren gezahlt, die sich entschieden haben, ihren Praxisbetrieb in unterversorgten oder in von Unterversorgung bedrohten Gebieten fortzuführen. Dabei handelt es sich um die Mittelbereiche Bogen, Moosburg an der Isar und Vilsbiburg sowie um den Planungsbereich Haßfurt.

Bisher 30 Anträge

Seit Einführung der Förderprogramme im Januar dieses Jahres sind nach Angaben der KVB rund 30 Anträge eingegangen. Auf der Grundlage der Sicherstellungsrichtlinie der KVB ist in Regionen, in denen der Landesausschuss von Ärzten und Krankenkassen eine Unterversorgung festgestellt hat oder in denen eine Unterversorgung droht, eine finanzielle Unterstützung möglich.

Die Förderprogramme werden aus einem Strukturfonds finanziert, der von der KVB und den Krankenkassen zu gleichen Teilen gespeist wird.

Möglich sind Zuschüsse zur Niederlassung, zur Errichtung einer Zweigpraxis, zur Beschäftigung angestellter Ärzte oder Psychotherapeuten, zur Praxisfortführung über das 63. Lebensjahr hinaus sowie zur Weiterbildung von Fachärzten und zur Ausbildung von Psychotherapeuten.

Die aktuellen planungsbereichsbezogenen Förderprogramme und Informationen zu den Fördermaßnahmen können eingesehen werden auf der Internetseite der KVB unter www.kvb.de in der Rubrik Praxis/Niederlassung/Sicherstellungsrichtlinie. (sto)

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