Lebensmittel

Foodwatch will Ministerium nur für Verbraucher

Veröffentlicht:

BERLIN Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert eine grundlegende Neuordnung der Bundesregierung, um Interessen von Kunden bei Lebensmitteln zu stärken. „Wir brauchen in Zukunft ein Ministerium für Verbraucherrechte“, sagte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker.

„Ein Landwirtschaftsministerium, das vorgaukelt, Interessen von Bauern, Nahrungsmittelkonzernen, Lebensmittelhandel und Verbrauchern gleichzeitig gerecht werden zu können, ist ein überholtes Relikt.“ Die Lebensmittelbranche sei die einzige, deren Interessen durch ein eigenes Ministerium vertreten werde.

„Es ist an der Zeit für einen echten Paradigmenwechsel in der Verbraucherpolitik“, sagte Rücker. „Weg mit der Klientelpolitik für Wirtschaftsinteressen, weg auch mit dem Begriff „Verbraucherschutz“ – denn beschützt werden muss nur, wer keine ausreichenden Rechte hat.“

Ein neues Verbraucherressort sollte Rechte von Kunden stärken, damit sie Unternehmen auf Augenhöhe begegnen könnten. Es müsse sich für transparentes Behördenhandeln und verbriefte Informationsrechte einsetzen: „Für die Wirtschaftsförderung kann getrost das Wirtschaftsministerium verantwortlich zeichnen.“

Im aktuellen Kabinett ist das Agrarministerium für Verbraucherschutz rund um Lebensmittel und Gesundheit zuständig, das Justizministerium für die übrigen Bereiche des Verbraucherschutzes. (dpa)

Mehr zum Thema

Approbationsordnung

Bayerns Ärzte fordern einheitliche Zwischenprüfung

Virchowbund

Kaspar-Roos-Medaille für Lundershausen

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Horst Grünwoldt

Ministerium

Das hätten die "Foodwatcher" wohl gerne: noch eine politische Mammut-Zentrale für eigene ministeriale Mitarbeiter-Posten, die immer wieder unsere guten und preiswerten Lebensmittel madig machen.
Und unsere Nahrunggüter-Wirtschaft wegen ideologisch-aufgeblasenen Scheinmängeln oder ernährungsrelevanten Petitessen in Mißkredit bringen!!

Die Forderung nach einem separaten "Lebenmittel-Ministerium" ist so absurd, weil nun mal die Landwirtschaft und ihre Ernährungs-Abteilung an erster Stelle in der sog. ""Urproduktion" und der nachfolgenden Veredelungskette von Nahrungsgütern steht.
Auch schon bekannt unter dem treffenden Slogan "von der Forke bis zur Gabel"!
Und bei tatsächlichen Lebensmittel-Skandalen ist kausal vom Ursprung der Nahrungsgüter bis zum Endverbraucher-Produkt integratives oder ganzheitliches Denken und Untersuchen gefragt.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“

Will beim 125. Deutschen Ärztetag Vizepräsident der Bundesärztekammer werden: Dr. Günther Matheis, Thoraxchirurg und Kammerchef Rheinland-Pfalz.

© Ines Engelmohr

Exklusiv Dr. Günther Matheis im Interview

„Hedgefonds werden auch im KV-System zu einem Problem“