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Frauen im Norden nutzen zunehmend Mamma-Screening

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FLENSBURG (di). An der dänischen Grenze erfreut sich das Mamma-Screening steigender Beliebtheit. Immer mehr eingeladene Frauen kommen zur Reihenuntersuchung.

"Es spricht sich langsam herum, wie wichtig das Programm ist: Mammografie ist eine der sichersten Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs", wirbt Dr. Karin Weidner. Die für das Programm verantwortliche Ärztin in Flensburg und in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg berichtet nach anfänglich zögerlicher Inanspruchnahme nun von einem deutlich positiven Trend.

Lag die Teilnahmequote im Norden 2008 noch bei 38 Prozent, so stieg sie im vergangenen Jahr auf 44 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Nahmen im Jahr 2008 rund 8600 der 22 500 eingeladenen Frauen teil, so kamen von den 32 400 eingeladenen Frauen im Jahr 2009 schon mehr als 14 200 zu den Untersuchungen.

Mithilfe des Screening-Programms konnten im Jahr 2008 70 Mammakarzinome entdeckt werden, 2009 waren es bereits 160. Damit wird bei etwa einem Prozent der gemachten Untersuchungen auch tatsächlich Brustkrebs diagnostiziert.

Weidner rechnet damit, dass die Teilnehmerzahlen in diesem und im nächsten Jahr nochmals deutlich steigen werden. Sie wirbt für die Teilnahme mit dem Hinweis, dass ein früh entdeckter Brustkrebs gute Aussichten auf Heilung hat. Durch das Screening würden häufig kleine Tumore - bevor sie tastbar sind oder Beschwerden verursachen - mit großen Heilungschancen aufgespürt, so Weidner.

Im Norden Schleswig-Holsteins ist sie mit einem siebzehnköpfigen Team angetreten, "um die Brustkrebs-Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent zu senken". Die Mammographie nimmt das Team außer im Flensburger Diakonissen-Krankenhaus auch an 21 Standorten in einer fahrbaren Röntgenpraxis vor.

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