Rheinland-Pfalz

Fünf Kliniken koordinieren Corona-Patienten

Das Gesundheitsministerium legt ein Konzept für Kliniken vor, um steigende Fallzahlen wegen Corona besser koordinieren zu können.

Von Anke ThomasAnke Thomas Veröffentlicht:

Mainz. Um sich auf steigende Fallzahlen vorzubereiten, hat das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium ein Konzept vorgestellt, in dem Maximalversorger in Abstimmung mit den anderen Krankenhäusern der Region die Koordinierung der Versorgung der COVID-19-Patienten übernehmen.

Hierzu, so das Ministerium, sollen in den Regionen Vereinbarungen zwischen den Krankenhäusern abgeschlossen werden, die insbesondere die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabes umfassen soll. Mit gemeinsamer Kapazitätsplanung, einem Verlaufsmonitoring und gemeinsamer Steuerung soll die Versorgung bestmöglich sichergestellt werden.

Diese fünf Kliniken koordinieren

Folgende fünf Kliniken zählen zu den koordinierenden Maximalversorgern der jeweiligen Region: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein für Mittelrhein-Westerwald; Universitätsklinik Mainz für Rheinhessen-Nahe; Klinikum Ludwigshafen für Rheinpfalz; Westpfalzklinikum Kaiserslautern für Westpfalz und Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen für Trier.

Krankenhäuser der allgemeinen Schwerpunktversorgung sowie die Krankenhäuser der Grund- und der Regelversorgung bilden weitere definierte Stufen mit festgelegten Verantwortlichkeiten, so das Ministerium.

Außerdem hätten sich Kliniken dazu bereit erklärt, sich vorläufig ausschließlich auf die Behandlung von COVID-19-Erkrankten zu spezialisieren (unter anderem in Bingen, Ingelheim, Bendorf, Gerolstein).

Allianz der Kliniken nötig

„Wir gehen davon aus, dass wir in den Kliniken weiterhin stark steigende Fallzahlen erleben werden. Deshalb brauchen wir eine Allianz der Krankenhäuser, die geprägt ist durch Zusammenarbeit und Zusammenhalt“, erklärte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bei der Vorstellung des Konzepts. (ato)
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