Leitartikel zur Versorgungsforschung

Gar nicht trocken und unverzichtbar

Welchen Nutzen hat Brustkrebs-Screening? Was bringt telemedizinische Betreuung von Diabetikern? Wie effektiv verhindert ein einfacher Diagnose-Algorithmus fatal endende Lungenembolien? Antworten darauf liefert die Versorgungsforschung.

Von Dr. Thomas MeißnerDr. Thomas Meißner Veröffentlicht: 13.03.2013, 13:00 Uhr
Medizinischer Alltag in der Hausarztpraxis: Es braucht Kriterien, wie Ressourcen sinnvoll und gerecht verteilt werden können.

Medizinischer Alltag in der Hausarztpraxis: Es braucht Kriterien, wie Ressourcen sinnvoll und gerecht verteilt werden können.

© Arteria Photography

Moment, Sie sollten jetzt nicht wegklicken! Sicher - die Versorgungsforschung hat ein staubtrockenes Image. Das hat auch etwas mit den Kommunikationsfähigkeiten mancher Protagonisten zu tun, die gerne mit so kalten Begriffen wie "Allokationsentscheidungen" oder "Netto-Nutzen" um sich werfen oder die versuchen, den Unterschied zwischen "efficacy" und "effectiveness" zu erläutern. (Das sind unterschiedliche Wirksamkeiten einer Maßnahme unter Ideal- und unter Alltagsbedingungen.)

Dennoch geht Versorgungsforschung heute und in Zukunft alle an, die im Gesundheitssystem tätig sind. Früher oder später wird kaum jemand in Praxis oder Klinik daran vorbeikommen.

Es ist daher Zeit, sich intensiver als bislang damit zu beschäftigen. Ob es die Teilnahme an einer telemedizinischen Erhebung ist oder die verpflichtende Eingabe von Daten in ein Register, Versorgungsforschung wird zunehmend Teil des Arbeitsalltags werden, auch außerhalb von Universitäten.

Wenn man sich etwa vor Augen hält, dass innerhalb von nur sechs Jahren, zwischen 2002 bis 2008, die Krankheitskosten in der Altersgruppe ab 65 Jahre um ein Drittel von 95 auf 123 Milliarden Euro zugenommen haben, und wenn anerkannt ist, dass die breite Masse von Patienten mit chronischen Krankheiten in Deutschland eben nicht optimal versorgt wird, dann wird klar...

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