Direkt zum Inhaltsbereich

Gastroenterologen sorgen sich um Honorare

KÖLN (iss). Gastroenterologen in Nordrhein warnen davor, dass die neuen Honorarregelungen zum 1. Juli die schlechte Vergütung der Gastroskopie festschreiben könnten. Die Befürchtung: Die KV Nordrhein könnte die qualitätsgebundenen Zusatzvolumina (QZV) auf Basis des Jahres 2009 berechnen statt auf der des Jahres 2008. Die KVNo hält die Ängste für unbegründet.

Veröffentlicht:

Die Gastroenterologen erhielten zurzeit für die Gastroskopie in Nordrhein gerade einmal 30 Euro, sagt Dr. Arno Theilmeier, Vorsitzender der Regionalgruppe Nordrhein im Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen. "Dafür kann man die Leistung nicht kostendeckend erbringen." Der Umsatz seiner Praxis sei im vergangenen Jahr bei gleich bleibenden oder sogar steigenden Kosten um 60 000 Euro gesunken, sagt Theilmeier. 2010 setze sich der negative Trend fort. Das Problem sei, dass Gastroenterologen außerhalb der Regelleistungsvolumina kaum freie Leistungen abrechnen können.

Die Hoffnung war, dass sich die Situation durch die Änderungen zum 1. Juli verbessert. Die KVNo habe die Auswirkungen der neuen Systematik simuliert, sagt Theilmeier. Dabei habe sie - anders als vom Bewertungsausschuss vorgesehen - die Werte aus dem Jahr 2009 zugrunde gelegt. Dort schlagen die Verzerrungen zu Buche, die durch die Ausweitung der freien Leistungen entstanden sind - das würde das niedrige Niveau für die Gastroskopie zementieren.

Bei der Simulation habe es sich ausdrücklich nur um erste Berechnungen gehandelt, sagt KVNo-Sprecherin Ruth Bahners. Die Sorgen der Gastroenterologen seien unbegründet. "Wir werden den Beschluss des Bewertungsausschusses buchstabengetreu umsetzen", kündigt sie an.

Theilmeier hält es für notwendig, die RLV der Fachgruppe entweder besser auszustatten oder die Gastroskopie herauszurechnen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Lesetipps
Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen