Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Ärztemangel

Geld allein reicht nicht

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Im Wettbewerb der Bundesländer um Ärzte in Kliniken, Praxen und im öffentlichen Gesundheitsdienst hat die landschaftlich attraktive Region in Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht die besten Karten: Abseits der Städte muss die Bevölkerung mobil sein, um ärztlich versorgt zu werden. Offensichtlich ziehen Ärzte andere Regionen vor.

Nun lockt die Landesregierung Medizinstudierende in Greifswald und Rostock mit Stipendien, wenn diese sich nach abgeschlossener Weiterbildung zu einer ärztlichen Tätigkeit im Nordosten verpflichten. Es ist anzunehmen, dass manche angehende Ärzte diesem Lockruf nicht widerstehen können. Ob sie mit den Konsequenzen ihrer heutigen Entscheidung auch noch in fünf Jahren oder später glücklich sein werden, ist nicht ausgemacht.

Fraglich ist, ob Stipendien überhaupt ein wirksames Instrument sind, um Ärzte zu gewinnen. Wenn eine Region den Preis immer höher treiben muss, um Ärzte zu binden, sollte man die Bedingungen vor Ort überprüfen. Warum entscheiden sich so wenige Ärzte für Mecklenburg-Vorpommern? Auf diese Frage müssen die Verantwortlichen eine Antwort finden – Geld wird es nicht sein. Finanzielle Anreize etwa zu einer Niederlassung bestehen längst und werden auch in Anspruch genommen – eine deutliche Besserung der Versorgungssituation ist aber nicht eingetreten.

Lesen Sie dazu auch: Landesstipendium: Eine Million Euro für Studierende

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gesundheitsreform

Schmerzmediziner fürchten die Folgen des Sparkurses in der GKV

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie