Thüringen

Gesetzentwurf zum Krebsregister im Sommer

Veröffentlicht:

ERFURT. Die rot-rot-grüne Landesregierung in Thüringen will das geplante landesweite klinische Krebsregister noch vor dem Sommer auf den Weg bringen.

Das Kabinett soll sich nach Angaben des Sozialministeriums nach Verzögerungen nun im zweiten Quartal mit dem Gesetzentwurf befassen.

Voraussichtlich Ende des Jahres soll dann der Landtag über das Gesetz entscheiden, damit das Register wie geplant Anfang 2017 seine Arbeit aufnehmen kann.

Es soll bestimmte für die Beurteilung von Behandlungsqualität bei Krebs wichtige Daten aus den fünf Thüringer Tumorzentren erfassen - zum Beispiel angewandte Therapieverfahren, Überlebenszeit der Patienten oder die Häufigkeit von Rückfällen. Rund 15.000 Thüringer erkranken jährlich neu an Krebs.

Das Registergesetz sollte eigentlich bereits 2015 vom Landtag beschlossen werden, was sich aber verzögerte. Die Einbindung der bestehenden regionalen Strukturen und die Lösung der Standortfrage seien schwieriger als angenommen gewesen, erklärte das Ministerium.

In Thüringen gibt es Tumorzentren in Erfurt, Jena, Suhl, Gera und Nordhausen, die das Register über eine GmbH im Auftrag der Landesregierung gemeinsam betreiben sollen. Die GmbH-Gründung wird laut Thüringischer Krebsgesellschaft derzeit parallel zu den Arbeiten am Gesetz vorangetrieben.

"Wir wollen keine Zeit mehr verlieren", sagte der Vorsitzende der Thüringischen Krebsgesellschaft, Andreas Hochhaus. Die großen Häuser hätten seit langem vom Ministerium einen Gesetzentwurf gefordert. Der Registerstart 2017 ist durch das Bundesgesetz vorgegeben.

Alle Länder müssen ab dann über klinische Krebsregister verfügen. Ziel ist eine bessere Behandlungsqualität bei Krebs. (zei)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

© Bristol-Myers Squibb

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

© Alpha Tauri 3D Graphics / shutterstock

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

© Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die AU zur Vorlage bei der Krankenkasse – seit Oktober sollte diese auch elektronisch übermittelt werden können. Inzwischen reduziert sich offenbar auch die Fehlerquote.

© Ulrich Baumgarten / picture alliance

Exklusiv Nach holprigem Start

gematik: Bei elektronischer AU sinkt Fehlerquote deutlich

Blick in das Plenum vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags am Dienstag.

© Michael Kappeler/dpa

Wahl des Präsidiums

Bundestag tritt zur konstituierenden Sitzung zusammen

Chronischer Pruritus: Heftigster Juckreiz

© Aleksej / stock.adobe.com

Therapeutischer Dreiklang

Was sich gegen ständiges Jucken tun lässt