Sondierungsergebnis

Gesundheit und Pflege in allen Politikfeldern

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BERLIN. Nicht nur im Gesundheits- und Pflegeteil des Sondierungspapiers finden sich Punkte, die in die Gesundheits- und Pflegepolitik hineinwirken können.

- Wirtschaft, Digitalisierung, Infrastruktur: Ein "Fachkräfteeinwanderungsgesetz" könnte Ärzte- und Pflegefachkraftmangel beheben helfen.

Ein gesamtdeutsches Fördersystem für strukturschwache Regionen soll auch die Niederlassungsbereitschaft von Ärzten auf dem Land oder in sozialen Brennpunkten der Städte beleben.

Die bis 2025 geplante Erstellung von Gigabitnetzen auf Glasfaserbasis könnte die Telemedizin verbreiten und erleichtern.

- Familie, Frauen, Kinder: Die angekündigte Bekämpfung von Kinderarmut und die komplette staatliche Finanzierung des Kita- und Schulessens kann positive Effekte auf Fehlernährung entwickeln.

Die Entgeltlücken von Frauen in Sozial- und Pflegeberufen sollen gezielt abgebaut werden.

- Bildung und Forschung: Finanzielle Ausbildungshürden bei Sozial- und Pflegeberufen sollen abgebaut, Ausbildungsvergütungen eingeführt werden.

- Recht und Verbraucherschutz: Für den Schutz der kritischen Infrastruktur sollen möglichst europaweit Sicherheitsstandards entwickelt werden. Profitieren können möglicherweise auch Krankenhäuser und Ärzte.

- Kommunen und ländlicher Raum: Ziel der möglichen neuen GroKo sind gleichwertige Lebensverhältnisse im urbanen und ländlichen Raum in Ost und West. Dazu gehören nach Aussage von Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz auch niedergelassene Ärzte und Apotheker vor Ort.

- Landwirtschaft: Der Einsatz des als gesundheitsgefährdend geltende Pflanzenschutzmittels Glyphosat soll systematisch beendet werden. Fleisch aus "besserer Tierhaltung" soll gefördert werden. (af)

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