Statistisches Bundesamt

Gesundheitsausgaben steigen auf rund 387 Milliarden Euro

Die Gesundheitsausgaben überschritten im Jahr 2017 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer Anstieg auf 387,2 Milliarden Euro geschätzt.

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Geht besonders an den Geldbeutel von Pflegeversicherung und Kassen – die wachsenden Gesundheitsausgaben.

Geht besonders an den Geldbeutel von Pflegeversicherung und Kassen – die wachsenden Gesundheitsausgaben.

© jetsetmodels / Getty Images /

WIESBADEN. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind weiter angestiegen. Vorläufigen Zahlen zufolge betrugen sie im vergangenen Jahr 387,2 Milliarden Euro und damit 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. 2017 hatte die Zahl erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag überschritten.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 375,6 Milliarden Euro ausgegeben, was einen Anstieg um 4,7 Prozent bedeutet, wie das Bundesamt aufgrund von nun vorliegenden, detaillierten Ergebnissen berichtete. Pro Einwohner entspricht dies den Angaben zufolge Ausgaben von 4544 Euro.

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Mit 26,4 Prozent stieg der Betrag für die soziale Pflegeversicherung im Jahr 2017 am meisten an, Hintergrund ist das dritte Pflegestärkungsgesetz, das zu Beginn des Jahres in Kraft trat, wie das Bundesamt berichtete.

Durch diese Pflegereform erhielten unter anderem mehr Demenzkranke als bisher Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die höchste Summe entfiel auf die gesetzliche Krankenversicherung mit 214,2 Milliarden Euro.

Die öffentlichen Haushalte gaben mit 15,8 Milliarden Euro mehr als sieben Prozent weniger aus. Hauptgründe seien die rückläufigen Ausgaben für Asylbewerberleistungen und für Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe, erklärte das Bundesamt. (dpa)

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