Online-Umfrage

Gesundheitsministerin Warken vielen Ärzten noch nicht als Macherin aufgefallen

Für viele niedergelassene Ärzte ist Gesundheitsministerin Warken auch nach gut 100 Tagen im Amt ein unbeschriebenes Blatt, wie eine Online-Umfrage der Ärzte Zeitung zeigt. Die Wahrnehmung dürfte sich bald ändern – aus einem bestimmten Grund.

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Nina Warken, hier bei der Landesvertreterversammlung der CDU Baden-Württemberg, ist seit Anfang Mai Bundesministerin für Gesundheit.

Nina Warken, hier bei der Landesvertreterversammlung der CDU Baden-Württemberg, ist seit Anfang Mai Bundesministerin für Gesundheit.

© Kay Nietfeld/dpa

Berlin. Gut 100 Tage ist Nina Warken Bundesgesundheitsministerin. Viele der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten können sich auf die CDU-Politikerin allerdings noch keinen Reim machen.

Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Ärzte Zeitung, bei der eine erste Bilanz von Warkens politischer Arbeit gezogen wurde. Warken hatte ihre Ernennungsurkunde am 6. Mai von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) erhalten.

An der Umfrage beteiligten sich rund 330 Leserinnen und Leser. 50 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ihnen Warken „bislang nicht sonderlich als Macherin“ aufgefallen ist. 19 Prozent bescheinigen der Ministerin, mit Blick auf anstehende Reformen „noch viel Luft nach oben“ zu haben.

100 Tage ist Nina Warken (CDU) jetzt Bundesgesundheitsministerin. Wie fällt Ihre erste Bilanz aus?

Prima! Sie pflegt einen anderen Kommunikationsstil als ihr Vorgänger und geht die Dinge an.
3 %
Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen sie steht, ganz okay.
14 %
Naja, da ist noch viel Luft nach oben für Frau Warken.
19 %
Sie ist mir bislang nicht sonderlich als Macherin aufgefallen.
50 %
Gar nicht zufrieden. Ihr Vorgänger Lauterbach war ehrgeiziger.
14 %

Giga-Vorhaben verbindliches Primärarztsystem

Immerhin: 14 Prozent meinen, Warkens Bilanz falle angesichts der Herausforderungen, vor denen sie etwa mit Blick auf die Krankenkassen- und Pflegefinanzierung steht, „ganz okay“ aus.

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„Gar nicht zufrieden“ zeigen sich 14 Prozent. Ihr Eindruck: Vorgänger Karl Lauterbach (SPD) sei „ehrgeiziger“ gewesen. Drei Prozent stellen Warken ein erstes gutes Zeugnis aus: Sie pflege einen anderen Kommunikationsstil als Lauterbach und „packe“ die Dinge tatsächlich an.

Dass Nina Warken für viele in der Ärzteschaft bislang ein unbeschriebenes Blatt ist, dürfte sich schon bald ändern. Für 2026 ist ein Gesetzentwurf angekündigt, mit dem ein verbindliches Primärarztsystem geregelt werden soll.

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Das Vorhaben nimmt im Gesundheitskapitel des Koalitionsvertrages viel Raum ein und wird die Arbeit der Haus- und Fachärzte unmittelbar betreffen. Entsprechend unterschiedlich fallen erste Reaktionen darauf aus. (hom)

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